Unbeschwerte Ferien für Kinder aus Moldawien

Nachricht 14. Juni 2018

Freizeit mit 50 Kindern / Moldawischer Abend im GRZ Krelingen

Krelingen. Moldawien ist eines der ärmsten Länder in Europa. Umschlossen von der Ukraine und Rumänien führt die ehemalige Sowjetrepublik ein Schattendasein. Da es außer der Landwirtschaft kaum Beschäftigungs-möglichkeiten gibt, sehen sich viele Moldawier gezwungen, im Ausland zu arbeiten, um ihre Familien zu ernähren.

Die Leidtragenden sind die Kinder. Sie wachsen elternlos bei Verwandten oder Bekannten auf. Nicht selten zerstört die dauerhafte Trennungssituation die Familien. „In manchen moldawischen Dörfern gibt es kaum noch intakte Familien“, sagt Hans Wölk, der zum Vorstand des GRZ (Geistliches Rüstzentrum) Krelingen gehört, dort den Bereich Gemeindedienste leitet und im vergangenen Jahr nach Moldawien reiste, um sich selbst ein Bild von der dortigen Situation zu machen.

Hans Wölk hat gemeinsam mit ehrenamtlichen moldawischen Mitarbeitern 50 Kinder aus Moldawien begleitet, die für zwei Wochen in Krelingen zu Gast waren. Gemeinsam mit der Stiftung „Die Brücke zum Leben“ (Rahden/Westfalen) bietet das GRZ Krelingen seit drei Jahren Freizeiten für Kinder aus Osteuropa an. Viele von ihnen sind Waisen und leben in Kinderhäusern, die von der Stiftung in Moldawien errichtet wurden.

Viele der Kinder sind traumatisiert. In Krelingen verbrachten sie zwei unbeschwerte Ferienwochen und konnten sich erholen. Sie nutzten das großzügige Gelände des GRZ, die Sport- und Spielplätze, unternahmen Ausflüge in die nahe gelegenen Freizeitparks, genossen das reichhaltige Verpflegungsangebot und suchten sich aus zahlreichen Spielzeug- und Kleidungsspenden etwas aus. „Nun habe ich drei Hosen!“, rief einer der Jungen begeistert aus, nachdem er sich in der Kleidungskammer eine Hose ausgesucht hatte.

Mit einem moldawischen Abend verabschiedeten sich die Kinder am vergangenen Mittwoch von ihren deutschen Gastgebern. Mit Liedern, Theaterszenen, persönlichen Berichten, Fotos und moldawischen Süßigkeiten bedankten sie sich für die Unterstützung durch Geld- und Sachspenden. Dabei brachten sie auch zum Ausdruck, was ihnen in einem Land ohne Zukunft Hoffnung gibt: „Jesus gibt mir Halt“, sangen die Kinder aus vollem Herzen, bevor sie sich wieder auf die zweitägige Heimfahrt ins „Armenhaus Europas“ machten.   

 

Öffentlichkeitsarbeit im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen/Henry Wilker