"Diakovere" will jungen Flüchtlingen Berufseinstieg erleichtern

Nachricht 12. Januar 2018
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Ein syrischer Flüchtling arbeitet als Helfer in einem Elektrobetrieb. Bild: Jörg Fischer/epd-bild

Hannover. Niedersachsens größter Diakoniekonzern "Diakovere" will mit einer neuen Initiative Jobperspektiven für junge Geflüchtete schaffen.  Der Schwerpunkt der Arbeit liege darin, mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Paten individuelle berufliche Perspektiven zu entwickeln und umzusetzen, sagte die Projektkoordinatorin Anna Nemati am Donnerstag in Hannover: "Wir wollen die jahrelange fachliche Erfahrung unserer Paten nutzen, um das Selbstwertgefühl zu fördern, Kompetenzen herauszuarbeiten und Sprache und Werte zu vermitteln."

Grundsätzlich biete der deutsche Arbeitsmarkt für Menschen mit einer Fluchtgeschichte viele Möglichkeiten, sich eine neue Existenz aufzubauen, erklärte "Diakovere". Für viele Geflüchtete bedeute der Such- und Entscheidungsprozess aber eine große Herausforderung. Dies gelte umso mehr, wenn die Flüchtlinge minderjährig seien und sich zusätzlich in der Findungsphase befänden. Ihnen soll das Projekt den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Aus einem Pool von Geflüchteten und Paten sollen passende Tandems vermittelt werden. Das Angebot richtet sich an Asylbewerber und Flüchtlinge zwischen 16 und 27 Jahren. Das Projekt ist zum 1. Januar gestartet und wird über einen Zeitraum von drei Jahren von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Rund 70 Geflüchtete sollen in dieser Zeit an Bildung und Beruf herangeführt werden. Das Unternehmen "Diakovere" mit Sitz in Hannover beschäftigt 4.600 Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von 330 Millionen Euro.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen