Gestiegenes Interesse an NS-Gedenkstätten

Nachricht 10. November 2017

Düsseldorf/Celle. NS-Gedenkstätten in Deutschland und anderen Ländern verzeichnen einem Zeitungsbericht zufolge steigendes Interesse. Wie eine Umfrage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstag) ergab, verdoppelte sich die Zahl der Besucher der KZ-Gedenkstätte Auschwitz in den vergangenen zehn Jahren von jährlich 989.000 auf über zwei Millionen. Die Zahl der Besucher aus Deutschland in der Gedenkstätte im polnischen Oswiecim stieg demnach von 50.200 auf 92.000.

In den niedersächsischen Gedenkstätten, darunter die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen, gibt es nach Angaben der Landesstiftung für Besuchergruppen Wartezeiten von bis zu einem Jahr. "Der Zustrom von Gruppen und Schulklassen ist enorm", sagte der Sprecher der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle, Jens Binner. Formate wie die internationale Sommerschule seien "regelmäßig überbucht". In der KZ-Gedenkstätte Dachau stieg die Besucherzahl von rund 800.000 auf eine Million jährlich.

Auch in Nordrhein-Westfalen sei der bisherige Spitzenwert von 278.000 Besuchern im Jahr 2015 in den 26 NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten in diesem Jahr mit 330.000 Besuchern deutlich überschritten worden, hieß es. Am Ort der Information im Holocaust-Mahnmal in Berlin wurden dem Bericht zufolge bis Oktober 411.000 Besucher gezählt. An vielen Tagen liege die Nachfrage an der Kapazitätsgrenze von 2.500 Besuchern täglich, hieß es.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen