Eröffnung der Ausstellung „Luther reicht nicht“ in St. Salvatoris

Nachricht 11. August 2017

Clausthal-Zellerfeld. Unter dem Titel "Luther reicht nicht" zeigt der Kirchenkreis Harzer Land eine moderne Ausstellung zum 500. Reformationsjubiläum. Ausgestellt würden rund 40 Kunstwerke, darunter Gemälde, Fotografien oder Installationen und Skulpturen zeitgenössischer Künstler, sagte Pastor Andre Dittmann. Dabei stünden Werke junger Künstler neben etablierten Vertretern der Gegenwartskunst. Die Ausstellung ist bis zum 10. September in der evangelischen St.-Salvatoris-Kirche in Clausthal-Zellerfeld zu sehen.

Das ökumenische Projekt lenke den Blick darauf, dass Reformation nicht allein an die Person des Reformators Martin Luther (1483-1546) und seine Zeit gebunden werden könne, sagte Dittmann.  "Wenn wir uns anlässlich des Reformationsjubiläums nur auf Luther konzentrieren, schauen wir nur zurück." Das Ausstellungsprojekt beziehe sich auf den Aufruf Luthers zur Individualisierung und Mündigkeit und dazu, sich auch persönlich mit der eigenen Zeit auseinanderzusetzen.

Das ursprüngliche Ausstellungsprojekt wurde den Angaben zufolge gemeinsam vom Arbeitskreis Kirche und Kunst in Unterfranken, der evangelischen Landeskirche und dem Kunstreferat der Diözese Würzburg realisiert. Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. 

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen