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Rückblick

Projekt „Zukunftsfähige diakonische Einrichtungen“ (ZdE)

vergangen

Neben der beratenden und politischen Arbeit des Diakonischen Werkes wurden ambulante wie stationäre Angebote der Altenhilfe in den zurückliegenden Jahren durch von der Landeskirche durch zwei spezielle Maßnahmen der Landeskirche unterstützt:

Das landeskirchliche Projekt „Zukunftsfähige diakonische Einrichtungen“ (ZdE). Um die regionale Zusammenarbeit auch arbeitsfeldübergreifend zu fördern, wurde 2004 in Zusammenarbeit von Diakonischem Werk und Landeskirche das Projekt "Zukunftsfähige Diakonische Einrichtungen" (ZDE) gestartet. Ziel dieses Projekts ist die Förderung regionaler Verbände von Altenhilfeeinrichtungen wie die fachlich ausgerichtete Netzwerkbildung.

Während ersteres nur in einer von drei damals geplanten Regionen zu greifbaren Ergebnissen führte, gehören dem „Netzwerk Pflege“ heute etwa 150 ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen.

Den Schwerpunkt der Projektarbeit bildeten insbesondere Maßnahmen zur qualitativen, markenprägenden und organisatorischen Weiterentwicklung der Angebote und Dienstleistungen der Netzwerkteilnehmenden. Besonders erwähnenswert sind Projekte wie die Entwicklung und Umsetzung der „Standard-Websites“ für Diakoniestationen, die Einführung von tragbaren Leistungserfassungssystemen in der ambulanten Pflege, die Durchführung von „Transparenzchecks“ und die „Befragung der pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen und Mitarbeitenden“.

Über dieses Projekt ist bereits heute ein Großteil der diakonischen Pflegedienste mit modernen, Effizienz steigernden und mittlerweile vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Leistungserfassungssystemen ausgestattet. Andere Pflegedienste, auch in anderen Landeskirchen, müssen hier mühsam, mit einem erheblichen finanziellen Aufwand reagieren.

Zukunftsfähig sind die Dienste und Häuser, die sich durch die Beteiligung am „Transparenzcheck“ frühzeitig mit der Umsetzung der gesetzlichen „Transparenzkriterien“ auseinandergesetzt haben. Die positiven Ergebnisse der MDK- Qualitätsprüfungen bei den beteiligten Einrichtungen unterstreichen die Wirkung dieses Projektes. Diese diakonischen Dienste und Häuser sind bedarfsorientiert aufgestellt, da über das umfassende Befragungsprojekt die Bedürfnisse, die Anliegen, die Kritik der Bewohner, der Angehörigen und der Mitarbeitenden differenziert ermittelt und ausgewertet wurden.

Nachhaltige Entwicklungen zu Steigerung der Qualität, der Inanspruchnahme und der Zufriedenheit sind so durch die projektbezogene Förderung im Netzwerk Pflege umgesetzt worden.

Fonds Kirche/Diakonie

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat mit dem Haushaltsjahr 2014/15 als Anreizförderung für Trägerverbünde Investitionshilfen in Höhe von € 10 Mio. für die stationäre Altenhilfe zur Verfügung gestellt. Den diakonischen Trägern der Altenhilfe sollen daraus zinsgünstige, nachrangige Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Die Mittelverwaltung und Mittelvergabe erfolgt durch das Diakonische Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V.

Der „Fonds Kirche/Diakonie“ will die Träger der stationären Altenhilfe mit dem Ziel fördern

  • das diakonische Angebot zu sichern und zukunftsfähig zu machen;
  • Investitionen zur Modernisierung der Leistungsangebote in Verbindung mit nachhaltigen Trägerstrukturen zu finanzieren;
  • die Bildung und Erweiterung von Unternehmensverbünden/-kooperationen zu fördern;
  • zur Stabilisierung der Versorgungswerke der Diakonie beizutragen.

Antragsberechtigt sind die Mitglieder des Diakonischen Werks der Ev.-luth. Landeskirche e. V., die auf dem Gebiet der Landeskirche Hannovers Träger von stationären Einrichtungen der Altenhilfe sind.

Die weiteren Modalitäten zur Antragsberechtigung und Verteilung sind in der Richtlinie „für Investitionsförderungen aus dem „Fonds Kirche/Diakonie“ des Diakonischen Werks der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e. V.“ beschrieben.

Gefördert werden Investitionsmaßnahmen in Immobilien (u.a. Sanierungen, Verbesserungen der baulichen Substanz). Die Förderung erfolgt nur, wenn eine zukunftsfähige Struktur des Trägers gegeben ist oder durch den Aufbau oder die Erweiterung von Kooperationen/Trägerzusammenschlüssen nachgewiesen wird.

Antragsanforderungen sind gemäß der Richtlinie eine vorhandene Beschreibung der Durchführung (Markt- und Machbarkeitsbeschreibung), Aussagen zur wirtschaftlichen Situation sowie zur Zukunft. Die Förderung wird im Sinne eines Nachrangdarlehens gewährt. Dabei beträgt der Höchstbetrag des Nachrangdarlehens maximal 2,0 Mio. Euro je Einrichtung. Zum Verfahren, Verwendungsnachweis sowie Zins- und Tilgungszahlungen verweisen wir auf die Richtlinie.