kopf

Ausblick

Dezentralisierungs und Zentralisierungsprozesse

zukunft

Die Wohnungslosenhilfe ist auf Landesebene organisiert um ein möglichst gleichmäßiges Hilfeangebot zu gewährleisten. Trotzdem sind die großstädtischen Räume stärker gefordert. Das Land Niedersachsen hat deshalb alle kommunalen Gebietskörperschaften zur Durchführung der Hilfe nach § 67ff SGB XII („Wohnungslosenhilfe“) herangezogen.

Damit sind die Landkreise und kreisfreien Städte die Vertragspartner der diakonischen Einrichtungen. Hierdurch ergibt sich ein erhöhter Verhandlungsaufwand für die Einrichtungen und ein erhöhter Koordinierungsaufwand für den Landesverband und die Zentrale Beratungsstelle Niedersachsen (ZBS). Die Zentrale Beratungsstelle Niedersachsen ist eine gemeinsame Einrichtung von Diakonie, Caritas und dem Nds. Sozialministerium, deren Aufgabe die Koordination der Hilfeangebote, die Fachberatung der Leistungserbringer und Sozialleistungsträger sowie die Dokumentation der Wohnungslosenhilfe ist. Im Hinblick auf die Dezentralisierungstendenzen bei den öffentlichen Sozialhilfeträgern kommt den Zentralisierungsprozessen bei der Zentralen Beratungsstelle und bei den Diakonischen Werken eine besondere Bedeutung zu. Auf diese Weise kann ein Beitrag zur gleichmäßigen Entwicklung verlässlicher Hilfeangebote geleistet werden. Diakoniepolitisch folgt aus diesen Prozessen die Notwendigkeit, sich erneut mit Gemeinwesendiakonie und dem Konzept der Inklusion auseinanderzusetzen.