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Rückblick

Vernetzung und Beratung

vergangen

Das Diakonische Werk unterstützt Projekte, die Arbeitslose beraten, qualifizieren und beschäftigen, durch Beratung in Konzeptions-, Organisations- und Finanzierungsfragen und in ihrer Qualitätsentwicklung.

Darüber hinaus hält das Diakonische Werk mit anderen Wohlfahrtsverbänden Kontakt zu kommunalen Stellen, zu Land, Bund und der Europäischen Union, um die Interessen der Arbeitslosen und der Einrichtungen zu vertreten und dieses Arbeitsfeld weiter zu entwickeln.

Die Einrichtungen werden unterstützt durch

  • gezielte Informationen über die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen der Arbeit. Das geschieht im Rahmen eines vom Diakonischen Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V. eingerichteten Arbeitskreises Jugendwerkstätten. Ein weiterer Informationsaustausch findet im Intranet des Wissensportal der EKD statt.
  • Beratung in Konzeptions-, Organisations- und insbesondere fördertechnischen Fragen und durch Unterstützung in ihrer Qualitätsentwicklung.
  • Bündelung der Interessenvertretung auf Landesebene in der LAG JAW und auf Bundesebene im EFAS und der BAG EJSA.

Akute Existenzgefährdung durch die Instrumentenreform 2011

2011 wurde das „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt“ verabschiedet. Es trat am 1.4.2012 in Kraft. Im Vorfeld der Gesetzinitiative konnte durch Aufbau eines erheblichen politischen Drucks in Niedersachsen Verhandlungen erzwungen werden, die durch Absprachen zwischen dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Landesministerien und Trägervertetern die Weiterexistenz der Werkstätten über den 1.4.2012 ermöglichen sollten.

Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen

Die Zeit bis zum Jahresende 2012 wurde von den Jugendwerkstätten und JobCentern genutzt, um sich an die neuen Anforderungen im SGB II und SGB III anzupassen. Mit Inkrafttreten der Instrumentenreform mussten sich die Jugendwerkstätten als Träger zertifizieren lassen, um künftig berufsqualifizierende Maßnahmen durchführen zu können. Das DWH hat zur Unterstützung der Träger ein eigenes Handbuch zur Einführung und Umsetzung des Qualitätsmanagement entwickelt. Alle Träger sind mittlerweile nach der AZAV zertifiziert worden.1

Insolvenz und Umstrukturierung von Jugendwerkstätten

Bemühungen des Kirchenkreises Hameln, seine Jugendwerkstatt zu erhalten - trotz eines nicht unmaßgeblichen Zuschusses der Landeskirche zum Erhalt der Einrichtung – sind in 2012 fehlgeschlagen. Die Einrichtung wird nun umstrukturiert, in Teilen an einen nichtkirchlichen Träger veräußert und erheblich verkleinert weitergeführt.

Aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zwischen Landkreis und Kirchengemeinde als Trägerin musste die über Jahre gelingende Arbeit mit Jugendlichen zur Berufseingliederung im Kirchenkreis Rotenburg durch Anmeldung einer Insolvenz beendet werden. Es ist gelungen, die Einrichtung in die Trägerschaft einer anderen diakonischen Einrichtung zu überführen.

1. Verordnung über die Voraussetzungen und das Verfahren zur Akkreditierung von fachkundigen Stellen und zur Zulassung von Trägern und Maßnahmen der Arbeits- förderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (Akkreditierungs- und Zulassungs- verordnung Arbeitsförderung- AZAV)(Entwurf vom 02.01.2012, ersetzt die AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung ) ab dem 01.04.2012)