kopf

Ausblick

Voraussetzungslose Annahme

zukunft

Auch in Zukunft wird die Landeskirche, ausgehend von der biblischen Aussage "Nehmt einander an, wie uns Christus angenommen hat …" (Römer 15,7), die Beratung für Schwangere als voraussetzungslose Annahme von Frauen in psychischen, physischen und sozialen Notlagen und Konflikten verstehen.

Für eine positive Bewältigung der Krise, in die die Ratsuchenden geraten sind, soll die Beratung einen geschützten Raum bieten, in dem sich die Frau angenommen und begleitet fühlen kann, wenn sie sich mit Fragen von Leben und Sterben und der eigenen Schuldfähigkeit auseinandersetzt.
 

  • Zunehmen wird die Bedeutung und Nachfrage der Beratung im Rahmen der Pränataldiagnostik parallel zu der Entwicklung der medizinischen Kenntnisse in diesem Bereich.
  • Die Mitarbeit in den im Aufbau befindlichen örtlichen Netzwerken der Frühen Hilfen ist eine zusätzliche Aufgabe für die Beraterinnen und Berater. Schwangerenberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung ist ausdrücklich im Bundeskinderschutzgesetz benannt und zur Mitwirkung aufgefordert, um Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen und Entwicklungs- möglichkeiten von Kindern und Eltern frühzeitig und nachhaltig zu verbessern.
  • Im Mai 2014 tritt das Gesetz zur Regelung der Vertraulichen Geburt in Kraft. Den Beraterinnen und Beratern kommt hier eine wesentliche Schlüsselrolle zu, die sie mit Sachkenntnis und im wertschätzenden Gespräch mit der Schwangeren ausfüllen werden.
  • In die evangelische Schwangerschaftskonfliktberatung ist die Vermittlung von Hilfeangeboten für ein Leben mit dem Kind integriert. Dabei steht ein vielfältiges Unterstützungssystem in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen als Hilfspartner zur Verfügung (u.a. Kindertagesstätten, Ehe- und Lebensberatung, Schuldnerberatung, Familienbildungsstätten, Kurenvermittlung). Gerade dieses integrierte Beratungssystem ist eine Stärke der evangelischen Beratung und wird weiter ausgebaut und vertieft.
  • Eine besondere Bedeutung hat (neben der Sicherstellung des Beratungsangebotes) der von der Landeskirche zur Verfügung gestellte und vom Diakonischen Werk verwaltete Hilfsfonds für individuelle Notlagen. Von den Beratungsstellen abgerufene Finanzmittel werden unmittelbar zur Unterstützung von Frauen und Familien in Notsituationen eingesetzt. Auch die in den Kirchenkreisen zunehmend eingerichteten Diakoniefonds können hierzu herangezogen werden.