kopf

Rückblick

Diakonie-/Sozialstation und Kirchengemeinde

vergangen

Das Projekt "Diakonisch auf gutem Grund" hatte sich zum Ziel gesetzt, gelungene Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und Pflegediensten zu sammeln und Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in Diakonie-/ Sozialstationen zu konzipieren.

Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen. Wie das diakonische Profil im Berufsalltag gelebt werden kann, bleibt aber immer wieder Thema in den Pflegediensten. Die Ideen aus dem Projekt finden ihre Fortsetzung in dem Folgeprojekt „Diakonie konkret“. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Diakonischen Dienste Hannover werden regionale Fortbildungen zum Diakonischen Profil für Mitarbeitende in der Pflege angeboten, die nicht nur der Wissensvermittlung dienen, sondern auch der Auseinandersetzung mit persönlichen Wertvorstellungen und eigenen spirituellen Bedürfnissen Raum geben.

Klostertage für Mitarbeitende

Ergänzend bietet das Diakonische Werk, finanziell unterstützt von der Klosterkammer und der Landeskirche, seit einigen Jahren erfolgreich „Klostertage“ im Kloster Wennigsen an, die den Mitarbeitenden in der Pflege Gelegenheit zur Einkehr bieten.

Pflegeversicherung und dementiell Erkrankte

Das Leistungskomplexsystem der Pflegeversicherung mit seiner Konzentration auf die körperliche Pflege erweist sich insbesondere in der Versorgung an Demenz erkrankter Menschen als zu unflexibel für die Bedürfnisse in der häuslichen Pflege. Psychosoziale Betreuung und tagesstrukturierende Maßnahmen konnten bisher nicht zu Lasten der Pflegeversicherung erbracht werden, obwohl diese häufig von den pflegenden Angehörigen dringender gebraucht wurden als z.B. die Hilfe bei der Körperpflege.

Ab 2013 wird durch eine Reform der Pflegeversicherung neben der Leistungserbringung durch Komplexleistungen auch eine Pflege und Betreuung nach Zeit möglich. Pflegebedürftige bekommen somit erstmalig auch stundenweise Betreuung (Begleitung bei Spaziergängen) durch die Pflegeversicherung finanziert.

Landeskirchliche Mittel zur Unterstützung der ambulanten Pflegedienste

Auch in den laufenden landeskirchlichen Haushalten sind Mittel für die ambulante Pflege eingestellt, wenn auch in reduziertem Umfang. Mit diesen werden gemeinsame Projekte im Netzwerk Pflege (Projekt im ZdE), die oben beschriebenen Fortbildungen finanziert sowie Zuwendungen an Diakonie-/ Sozialstationen gezahlt. Bei den Zuwendungen sind insbesondere die Förderungen der Ausbildung junger Menschen zu Pflegefachkräften und die Unterstützung für mehrtägige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeitenden einschließlich eines Ausgleichs der anfallenden Kosten für Vertretungen zu nennen. Weitere Zuwendungen für besondere diakonische Leuchtturmprojekte in der Pflege oder bei der Vernetzung mit Kirchengemeinden oder Hospiz- und Palliativakteure sind möglich.