kopf

Ausblick

Kirchengemeinde und Diakonie-/Sozialstation

zukunft

Die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden und die Verknüpfung der verschiedenen diakonischen Angebote auf der Ortsebene müssen in Zukunft stärker im Vordergrund stehen, um den zukünftigen Anforderungen begegnen zu können. Beispielhaft ist die Initiierung "niedrig- schwelliger Betreuungsangebote" zu nennen. Pflegende Angehörige, die an Demenz Erkrankte in ihrem häuslichen Umfeld versorgen, werden durch geschulte Ehrenamtliche unterstützt. In einigen Regionen hat sich an dieser Schnittstelle bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und ambulanten Diensten ergeben, die auch auf weitere Angebote ausgeweitet werden könnte.

Palliative Versorgung im häuslichen Umfeld

Veränderungen in der Gesetzgebung ermöglichen die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender in ihrem häuslichen Umfeld. Die Diakonie-/ Sozialstationen haben mit Unterstützung der Landeskirche bereits in den vergangenen Jahren verstärkt Pflegefachkräfte mit einer Zusatzqualifikation für Palliativ-Pflege weitergebildet und engagieren sich gemeinsam mit den Hospizdiensten in der Speziellen ambulanten Palliativversorgung. In Niedersachsen hat sich inzwischen eine Vielzahl von Netzwerken gebildet, an der sich über Hospiz- und Pflegedienste in kirchlicher Trägerschaft auch Kirchengemeinden und Kirchenkreise beteiligen. Ziel ist es, die Betroffenen regional umfassend mit all ihren verschiedenen Bedürfnissen zu versorgen. Diese Aufbauarbeit kann nunmehr genutzt und ausgeweitet werden.

Einbindung ambulanter Angebote in Quartiersmanagement

Durch die Entwicklung neuer Wohnformen mit unterschiedlichen Betreuungskonzepten ist eine Auflösung der starren Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Pflege zu beobachten. Das wird zukünftig verstärkte Auswirkungen auf die Angebote diakonischer Träger haben. Durch die Erweiterung des Dienstleitungsangebotes wird der Verbleib in der eigenen häuslichen Umgebung zukünftig auch bei größerer Hilfe- und Pflegebedürftig- keit länger gewährleistet werden können. Unter dem Stichwort „Leben im Quartier“ gibt es inzwischen eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung zur Frage, wie dafür Strukturen geschaffen werden können, die informelle und professionelle Hilfeangebote sowie bauliche Anforderungen an barrierefreien Wohnraum berücksichtigen. In einigen Regionen sind hier die Kirchengemeinden schon stark eingebunden, so dass auch auf dieser Ebene wieder eine größere Annäherung von professioneller und gemeindlicher Diakonie zu erwarten ist.