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Sozialdiakonische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: "Zukunftsgestalten"

Zukunft(s)gestalten

grundtext

Ziel der 2008 angeregten Initiative ist es, von Armut betroffenen Kindern und Jugendlichen gerechte Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und ihnen Gemeinschaft mit anderen eröffnet wird.

Dieses Ziel hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers mittlerweile auf vielfältige Art und Weise verfolgt. Konstitutiv für „Zukunft(s)gestalten“ ist ein doppelter Schwerpunkt in den Handlungsfeldern Diakonie und Bildung bzw. Schule.

Kennzeichen dieses Projekts ist eine Vernetzung mit anderen Initiativen, Institutionen, Organisationen, Verbänden, Kommunen etc., die ebenfalls die Themen Armut und Bildung aufgreifen, um so lokale oder regionale „Bündnisse gegen die Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien insbesondere auch im schulischen Bereich“ zu schließen.

In Niedersachsen gelten noch 16-20 % aller Kinder als arm. Konkret bedeutet dies, dass rund 200.000 der 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen unter die Armutsgrenze fallen.

Die Initiative „Zukunft(s)gestalten“ wird koordiniert vom Landeskirchenamt. Die Projektanträge gehen dort ein und werden dort bewilligt. Grundlage für die Mittelvergabe ist die Rundverfügung G 5/2010. Zwischenzeitlich wurde für eine fachlich-inhaltliche Projektberatung eine befristete 0,25 Stelle beim Diakonischen Werk Hannovers eingerichtet, die aus Mitteln für „Zukunft(s)- gestalten“ finanziert wird.

Deren Aufgabe ist die Unterstützung bei der Projekt- und Konzeptentwicklung, Antragstellung sowie Evaluation. Weiter erfolgt die Beratung, um die Nachhaltigkeit von Projekten gezielt zu fördern und die zielgenaue Mittel- verwendung zu unterstützen.

Die Landessynode hat seit 2009 für „Zukunft(s)gestalten“ insgesamt Mittel in Höhe von 1, 5 Millionen € zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurde zu- nächst über die Fundraisingabteilung und heute über das EMSZ eine Spendenaktion für Zukunft(s)gestalten initiiert und fortgeführt, die bis heute Mittel in Höhe von mehr als 400.000 € erbracht hat.

2011 erbrachte die erstmals landeskirchenweit gesammelte Kollekte für „Zu- kunft(s)gestalten“ 77.013,32 €.

Zu diesen Mitteln müssen die Eigenmittel hinzugerechnet werden, die Kir- chengemeinden, Kirchenkreise und kirchlichen Initiativen selbst aufbringen müssen, wenn sie Fördermittel aus „Zukunft(s)gestalten“ erhalten wollen. Sah die ursprüngliche Konzeption noch vor, dass der Eigenanteil der Projektträger 50% der Gesamtkosten umfassen müsse, wurde die Anteil in den Folgejahren auf jetzt 15% gesenkt.

Mit „Zukunft(s)gestalten“ hat die hannoversche Landeskirche innerhalb der EKD als erste eine konzertierte Aktion zur exemplarischen Armutsbekämp- fung bei Kindern und zur Ermöglichung von Teilhabe- und Bildungs- gerechtigkeit erfolgreich in Gemeinden und Kirchenkreisen etabliert.