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Fort- und Weiterbildung

Regelmäßige Teilnahme fördern

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Die Fortbildungsrichtlinien des Landeskirchenamtes für Pfarrer und Pfarrerinnen regeln

  • das Recht auf Fortbildung: Pastoren und Pastorinnen können sich in einem Kalenderjahr für maximal zwölf Tage aus Fortbildungsgründen vom Dienst befreien lassen,
  • konkretisieren die Pflicht zur Fortbildung: Innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren ist die Teilnahme an 5 Fortbildungstagen verpflichtend vorgeschrieben,
  • klären die Zuständigkeit auf der Ebene des Kirchenkreises: In den Pfarrkonventen soll nicht nur die Fortbildungsteilnahme koordiniert, sondern auch über Fortbildungserfahrungen berichtet werden; Superintendenten und Superintendentinnen sind zuständig dafür, Anregungen zur Fortbildung zu geben.

Außerdem regeln die Richtlinien Fragen der Fortbildung in den ersten Amtsjahren, des Kontaktstudiums, der Anerkennung und Finanzierung von Fortbildungsmaßnahmen sowie der Dienstbefreiung. Parallel dazu wurde die Verpflichtung zur regelmäßigen Fortbildung als Dienstpflicht im landeskirchlichen Ergänzungsgesetz zum Pfarrergesetz verankert.

Darüber hinaus hat das Landeskirchenamt in Empfehlungen zur Fortbildung u. a. neun Themenbereiche vorgestellt, auf die sich die Fortbildung beziehen und die bei der Entscheidung zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen berücksichtigt werden sollen.

Richtlinien und Empfehlungen sollen die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen fördern. Zugleich enthalten sie Regelungen und Hinweise, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung des Fortbildungsangebotes unterstützen.

Pastoralkolleg Niedersachsen

Das Pastoralkolleg Niedersachsen ist die Fortbildungseinrichtung der hannoverschen Landeskirche in Kooperation mit den Landeskirchen in Brauschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe für Pastoren und Pastorinnen. Es besteht seit 1947 und verfügt zur Zeit über 2,5 Pfarrstellen.

In den Fortbildungsveranstaltungen geht es um

  • theologische Arbeit und Vergewisserung des pastoralen Auftrags
  • kirchliche Verkündigung im Kontext von Wissenschaften und gesellschaftlichen Entwicklungen
  • Reflexion der pastoralen Arbeit in Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit, Ökumene und Diakonie
  • kybernetische Aspekte beruflichen Handelns und Kommunikationsfähigkeit auf unterschiedlichen Ebenen.

Daneben bietet das Pastoralkolleg Kirchenkreiskonferenzen die Möglichkeit, selbst gewählte Themen fachlich begleitet im bewährten Rahmen der Loccumer Tagungsstätte oder auch an anderen Orten zu bearbeiten. Beispiele dieser Arbeit sind Zukunftswerkstätten, Bestandsaufnahmen der eigenen Arbeit, Arbeit an Zielfindung und „Marktorientierung“ für Kirchenkreise und Gemeinden.

Regelmäßig finden Tagungen statt, die Einkehr und Meditation und damit der Erneuerung eigener Lebens- und Glaubensquellen dienen. Regelmäßig werden Tagungen von Pastoren und Pastorinnen gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gemeinden durchgeführt. In diesem Zusammenhang gibt es eine Kooperation mit der Evangelischen Akademie Loccum.