„Wir wollen die Stadt zum Klingen bringen“

Nachricht 23. Januar 2014

Das Landesposaunenfest der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers findet am 20. Juli 2014 in Lüneburg statt. „Wir wollen die Stadt zum Klingen bringen“, sagte Landesposaunenwart Ulf Pankoke jetzt anlässlich eines ersten Vorbereitungstreffens in der Hansestadt. An die 2000 Bläser werden zu dem Treffen erwartet, zudem viele Besucher aus nah und fern. Traditionelle Klänge werden dabei ebenso zu hören sein wie fetzige Rhythmen. Das Motto lautet: „Geschenkt“.

 
„Die Musik ist ein großes Geschenk, denn sie verbindet Menschen über Generationen und soziale und kulturelle Unterschiede hinweg“, sagt die Landespastorin für die Posaunenchorarbeit Marianne Gorka. Zudem inspiriere die Musik zu großen Gefühlen und Erfahrungen. „Dieses Geschenk wollen wir beim Landesposaunenfest spürbar werden lassen und weitergeben.“ Marianne Gorka war zusammen mit Sarah Hilmer (FSJ Kultur im Michaeliskloster Hildesheim) nach Lüneburg gekommen, um die Veranstaltungsorte zu besichtigen und mit Landessuperintendent Dieter Rathing sowie Superintendentin Christine Schmid den aktuellen Stand der Planungen zu beraten.
 
Bereits am Vorabend, 19. Juli um 20 Uhr, ist demnach das Ensemble der Landesposaunenwarte beim Eröffnungskonzert in St. Nicolai zu hören. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst um 11 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Lüneburger Rathaus. Anschließend gibt es in den Innenstadtkirchen und an mehreren Orten der Stadt Workshops, Konzerte, Straßenmusik und diakonische Einsätze – unter anderem in der Psychiatrischen Klinik, am Bahnhof und vor Seniorenheimen. „Das Diakonie-Blasen ist ein Novum für das Landesposaunenfest“, erläutert Pankoke. Parallel ist für 300 Kinder ein Jungbläserfestival mit Workshops und dem Percussion-Ensemble „Groove Onkels“ geplant, auch der „LandesJugendPosaunenchor“ wird zu hören sein. Den Abschluss bildet ein Werkstattkonzert „Rhythm and Brass“ mit sämtlichen Bläsern wiederum auf dem Marktplatz.
 
Die Bläserarbeit gilt seit mehr als 150 Jahren als ein Markenzeichen der evangelischen Kirche. Heute gibt es im Bereich der Landeskirche rund 630 Posaunenchöre. Dazu gehören etwa 12.500 Blechbläser im Alter von zehn bis 80 Jahren, ein Viertel der aktiven Bläser sind unter 20 Jahre alt. Sieben professionelle Landesposaunenwarte fördern die Bläserarbeit unter anderem durch Aus- und Fortbildungsangebote. Seit jeher gilt der Leitsatz: „Musizieren zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen“.
 
Das Landesposaunenfest wird alle vier Jahre jeweils in einer anderen niedersächsischen Stadt begangen, letzte Veranstaltungsorte waren Hildesheim (2010), Verden (2006) und Melle (2002).  Das letzte vergleichbare Treffen in Lüneburg geht in die 1950er Jahre zurück.
 
Die Organisation des Landesposaunenfestes liegt beim Posaunenwerk in Hildesheim, im Internet erreichbar über www.michaeliskloster.de. Weitere Informationen gibt es ab Mitte Februar unter der Adresse www.landesposaunenfest.de.
Hartmut Merten 24.01.2014