Reformationsjubiläum 2017 gemeinsam feiern

Nachricht 21. Januar 2014

Treffen der Beauftragten für Konfessionsökumene der Sprengel Ostfriesland-Ems und Osnabrück im Kloster Frenswegen

öso. Nordhorn. Emden. Osnabrück. Die beiden Landessuperintendenten der Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems und Osnabrück, Dr. Detlef Klahr (Emden) und Dr. Burghard Krause (Osnabrück), trafen sich mit den Beauftragten für Konfessionsökumene aus den Kirchenkreisen ihrer Sprengel im Kloster Frenswegen. „Es ist gut, dass beide Sprengel mit ihren Beauftragten einmal im Jahr zu dieser Konferenz zusammentreffen“, sagte Dr. Klahr, „schließlich haben wir mit Bischof Bode den gleichen Ansprechpartner. Im Sprengel Ostfriesland-Ems ist jedoch die römisch-katholische Kirche nicht so präsent wie in Osnabrück. Für uns steht in der Konfessionsökumene eher die Begegnung mit der Evangelisch-reformierten Kirche im Vordergrund.“
Dr. Krause freute sich über die hervorragenden ökumenischen Kontakte zur römisch-katholischen Kirche in und um Osnabrück. Dies komme in unterschiedlichen gemeinsamen Projekten und Gottesdiensten zum Ausdruck. Dazu gehöre auch die Ausstellung „Gesichter des Christentums“, die derzeit im Kloster Frenswegen noch bis zum 30. Januar zu sehen ist. Diese Ausstellung ist ein Beitrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Reformationsjubiläum 2017 und wurde vom Migrationsbeauftragten Lars-Torsten Nolte und dem Ökumenebeauftragten der Landeskirche, Dirk Stelter, konzipiert. Von September 2013 bis Sommer 2015 wandert sie durch Niedersachsen. In Osnabrück war sie im Forum am Dom zu sehen und wurde zusammen mit den Begleitveranstaltungen zu einer angenehmen ökumenischen Erfahrung, so Krause. Ziel der Ausstellung sei es, die kulturelle und konfessionelle Vielfalt in Niedersachsen anhand von Portraits zu zeigen und dabei den Beitrag des christlichen Glaubens für die Integration herauszustellen, sagte Dirk Stelter. Der Glaube stabilisiere in Übergangssituationen und baut Brücken zwischen Zuwanderern und Einheimischen, fasste Stelter das Ausstellungskonzept zusammen. Die zunächst 16 Portraits werden an jedem Ausstellungsort durch ein weiteres Portrait ergänzt. Vom 24. Mai an wird sie vier Wochen in Leer zu sehen sein.
Gemeinsames Reformationsgedenken 2017
Außerdem gab Stelter eine Einführung in das Dokument der lutherisch/römisch-katholischen Kommission für die Einheit, „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken 2017“. Es wurde durch eine vom Lutherischen Weltbund und vom Einheitssekretariat eingesetzte Kommission erarbeitet.
 
Dabei habe die Kommission nicht nur das 500jährige Reformationsjubiläum 2017 vor Augen, sondern auch den 50-jährigen Dialog beider Konfessionen. Die Schrift stelle heraus, dass es sich 2017 um ein gemeinsames Reformationsgedenken handeln müsse, zumal es das erste Reformationsjubiläum sei, das in einer ökumenischen Epoche stattfinde, so Stelter. Die Taufe verbinde zu dem einen Leib Christi und dieser theologische Ansatz sei eine gute Grundlage für ein gemeinsames Reformationsgedenken, stelle dieses Dokument am Ende heraus. Außerdem könne die römisch-katholische Kirche Martin Luthers Reformanliegen heute durchaus würdigen, betonte der Ökumenebeauftragte aus Hannover.
Ein starker ökumenischer Impuls sei der Kongress „Kirche hoch zwei“ im vergangenen Jahr in Hannover gewesen. Er wurde von der Landeskirche Hannovers und dem Bistum Hildesheim in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Niedersachsen (ACK) durchgeführt. „Dort war eine ökumenische Sendung und eine leidenschaftlich Suche nach gemeinsamen Wegen zu spüren gewesen“, sagte Landessuperintendent Krause. Er hatte zum letzten Mal an dem Treffen im Kloster Frenswegen teilgenommen, weil er im Juli in den Ruhestand verabschiedet wird.
 
Landessuperintendent Klahr stellte in seinem Bericht die ökumenische Vorbereitung und Präsenz der Kirchen auf der Landesgartenschau 2014 in Papenburg heraus. Er bedankte sich bei Reina van Dieken aus Leer, die ihre Beauftragung als Sprengelbeauftragte für Konfessionsökumene abgab. Zu ihrem Nachfolger wurde Hartmut Kutsche aus dem Kirchenkreis Rhauderfehn gewählt.
Dr. Hannegreth Grundmann 22.01.2014