Dr. Fritz Hasselhorn in die Landessynode

Nachricht 15. Januar 2014

Der Kirchensenat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat in seiner Sitzung am 14. Januar unter anderem Oberstudienrat Dr. Fritz Hasselhorn aus Sulingen in die 25. Landessynode berufen.

Der 60-Jährige aus dem Kirchenkreis Grafschaft Diepholz war bereits in die 24. Synode berufen worden. Damit ist die Synodendelegation des Sprengels Osnabrück komplett: Bei der Wahl am 29. September wurden im Bereich der Ehrenamtlichen Bäuerin Christine Lührs aus Rehden, Ernst-August Gausmann, Vorsitzender des Kirchenkreistages in Bramsche, aus dem Wittlager Land, Bibliotheksdirektorin Friederike Dauer aus Osnabrück und Kauffrau Hildegard Holtorf aus Bassum gewählt und später bei einer Nachwahl auch noch mal bestätigt. Außerdem wurden Pastorin Johanna Schröder aus Syke und Pastor Martin Steinke aus Osnabrück gewählt, sowie als beruflich Mitarbeitender Sozialpädagoge und Landwirt Bodo von Bodelschwingh aus Eydelstedt. Der Kirchenkreis Grafschaft Diepholz ist damit erstmals mit drei Personen vertreten, eben Hasselhorn, Lührs und von Bodelschwingh. 
Fritz Hasselhorn war in der vergangenen Synode Vorsitzender des „Ausschusses für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit“. Dieser Strukturausschuss hat sich mit vielen Themen vom Wahlrecht über Finanzausgleich bis IT beschäftigt. „In diesem Querschnittsauschuss ging es darum, Strukturen der Kirche – besonders auf dem Land – zukunftsfähig zu machen“ sagt Hasselhorn, der in den vergangenen Tagungen nahezu täglich in der Synode das Wort ergriff, um die Aktenstücke seines Ausschusses einzubringen und zu erläutern oder Anträge zu stellen. „Ich sehe die Berufung als Anerkennung für das, was ich in den letzten Jahren in Hannover gemacht habe“, sagt Hasselhorn, der der eher etwas konservativen Synodalgruppe „Lebendige Volkskirche“ angehört. 
Neben ihm wurden Ewa Klamt, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments, die Direktorin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover Dr. Katja Lembke, die Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stefan Schostok und der Leiter des Lehr- und Forschungsgutes Ruthe-Sarstedt Dr. Christian Sürie aus Rössing/Nordstemmen berufen. Mit Hasselhorn wurden zudem abermals berufen Studienrat Jörn Surborg aus Hildesheim, Diakonievorstand Jens Rannenberg aus Gifhorn und Personalreferent i.R. Gerhard Tödter aus Deutsch Evern.  
Die 25. Landessynode setzt sich aus 63 gewählten und zehn berufenen Mitgliedern zusammen – eine Berufung steht noch aus. Weitere Mitglieder sind der Abt zu Loccum, Landesbischof i.R. D. Horst Hirschler, und Prof. Dr. Florian Wilk als Vertreter der Lehrstuhlinhaber der theologischen Fakultät an der Universität Göttingen.
Die Amtszeit der 25. Landessynode beginnt am 1. Januar 2014 und dauert sechs Jahre. Die Landessynode konstituiert sich in ihrer Tagung vom 20. bis 22. Februar im Großen Schwesternsaal der Henriettenstiftung in Hannover, dem traditionellen Sitzungsort der hannoverschen Landessynode. Zuvor findet um 14 Uhr ein Eröffnungsgottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister in der Marktkirche Hannover statt, in dem die Synodalen ein Gelöbnis ablegen.
Die Landessynode ist als Kirchenparlament eines der sechs kirchenleitenden Organe, zu denen daneben der Landesbischof, der Bischofsrat, der Kirchensenat, der Landessynodalausschuss und das Landeskirchenamt gehören.
Die Landessynode repräsentiert durch unterschiedliche Glaubenstraditionen, Berufe, Milieus und Generationen die Vielfalt der Kirchengemeinden in der hannoverschen Landeskirche. Sie beschließt sämtliche Kirchengesetze, ist für den landeskirchlichen Haushalt verantwortlich und wählt den Landesbischof bzw. die Landesbischöfin. Ihre Mitglieder beraten während der Tagungen relevante Themen des kirchlichen und öffentlichen Lebens. Dazu gehören theologische Fragen genauso wie der Umgang mit Kernenergie, Gentechnik, Migrationsfragen oder Herausforderungen des interkulturellen und interreligiösen Dialogs.

Gunnar Schulz-Achelis