Lektorenarbeit

Arbeit mit Lektor*innen und Prädikant*innen

Lektorenarbeit
Lektoren und Prädikanten aus dem Sprengel Osnabrück organisieren seit Jahren den Stand auf dem Markt der Möglichkeiten bei Kirchentagen, hier 2011 in Dresden (von links): Gerd Kruse aus Melle, Annegret Westermann aus Ostercappeln und Rolf Wunder aus Belm-Vehrte.

Lektor*innen und Prädikant*innen sind Christen, die als ehrenamtliche Mitarbeiter im Dienst der kirchlichen Verkündigung stehen. Sie feiern gemeinsam mit der Gemeinde Gottesdienste und Andachten. Sie verwirklichen in ihrem Dienst das "Priestertum aller Gläubigen", wie es der 1. Petrus-Brief formuliert: „Ihr seid die königliche Priesterschaft ...“. 

Wie wird man Lektor*in?
Formal wird man durch die eigene Gemeinde bzw. den Kirchenvorstand vorgeschlagen. Wer also Interesse an einer solchen ca. zweijährigen Ausbildung hat, sollte sich mit seinem Kirchenvorstand  oder dem Pastor*in in Verbindung setzen. 

Einen neuen Kurs für Lektor*innen U25 (unter 25 -Jahren) bietet der Sprengel Osmabrück mit Start im Dezember diesen Jahres an. Anmeldung über das Formular zum download in der Marginalspalte. 

Wie arbeiten Lektoren/innen?
Als Gottesdiensthelfer/in übernimmt er oder sie liturgische Aufgaben im Gottesdienst: Lesungen, Gebete, Abkündigungen und Assistenz bei der Feier des Hl. Abendmahles. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Pfarramt und dem Lektorenkreis ist dabei erstrebenswert. Im Team können dabei Gottesdienste und Andachten mit konzipiert und mit der Gemeinde gefeiert werden. Als Lektor/in verwendet man formulierte Lesepredigten, die entweder privat angeschafft oder vom Kirchenkreis zur Verfügung gestellt werden.
Nach einer entsprechenden Dienstzeit als Lektor/in in der Gemeinde bzw. im Kirchenkreis kann sich eine Ausbildung zum Prädikanten anschließen. Hierbei wird von der Landeskirche das Recht der freien Wortverkündigung bis zur nächsten Kirchenkreisvisitation verliehen. Als Prädikanten dürfen Predigten in der eigenen Wortwahl gehalten werden, ohne dass man sich an einer vorformulierten Lesepredigt orientiert.
Die Chancen und Gaben eines solchen Dienstes liegen in der Berufs- und Lebenserfahrung, die Lektoren und Prädikanten mit in ihre Verkündigung einbringen. Die Gemeindeglieder erleben sie als Mitchristen aus ihrer Mitte (1. Petrus 3,15).

 

Zusammenfassung

Folgende drei Dienstbereiche sollen noch einmal kurz zusammengefasst werden:

Gottesdiensthelfer
Als Gottesdiensthelfer kann sich jedes Gemeindeglied ohne Ausbildung beteiligen. Der Gottesdienst erfährt eine freundliche Vielfalt, indem sich viele Gemeindeglieder an der Vorbereitung und Feier des Gottesdienstes beteiligen. Lesungen und Gebete, aber auch Liederauswahl und Predigtvorgespräche können in diesen Arbeitsbereich gehören.

Lektor:
Zum Lektor bzw. zur Lektorin Ihrer Gemeinde bzw. des Kirchenkreises wird man innerhalb des Sprengels Osnabrück ausgebildet. Die Ausbildungsphase umfasst ca. zwei Jahre und enthält zwei Grundkurse (Frenswegen und Wittenberg). Dann kann Ihr Kirchenvorstand Sie dem Superintendenten bzw. der Superintendentin zum Dienst eines Lektors / einer Lektorin vorschlagen. Der Superintendent / die Superintendentin beruft den Lektor / die Lektorin in den Dienst für den Aufgabenbereich des Kirchenkreises bzw. der eigenen Gemeinde. Eine Einführung wird von dem Ortspastor in Verbindung mit dem Lektorenteam des Sprengels vorgenommen.

Prädikant:
Wer viele gute Erfahrungen im Lektorenamt gesammelt hat, kann sich innerhalb der Landeskirche als Prädikant ausbilden lassen. Für dieses Amt wird die freie Wortverkündigung von der Landessuperintendentin ausgesprochen. Nach absolvierter Ausbildung wird ein Colloquium in der Landessuperintentur gehalten. Die Landessuperintendentin beruft den Prädikanten bis zur nächsten Kirchenkreisvisitation. In Ausnahmefällen wird dem Prädikanten bzw. der Prädikantin auch das Recht zur Darreichung der Sakramente zugesprochen.

Alle Lektoren und Prädikanten werden während ihrer Dienstzeit zu Fortbildungen und Rüstzeiten eingeladen.

 

Lektor*innenkurs U25

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