Lektorenarbeit

Lektor*innen und Prädikant*innen

Lektorenarbeit
Lektoren und Prädikanten aus dem Sprengel Osnabrück organisieren seit Jahren den Stand auf dem Markt der Möglichkeiten bei Kirchentagen, hier 2011 in Dresden (von links): Gerd Kruse aus Melle, Annegret Westermann aus Ostercappeln und Rolf Wunder aus Belm-Vehrte.

Jesus sagt nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ (Matthäus 28, 18-20)

Warum es Lektoren und Prädikantinnen gibt
Mit den Jüngern sind auch wir als Getaufte dazu aufgerufen, Gottes Botschaft von seiner bedingungslosen Liebe zu uns Menschen weiterzusagen. Und das gilt für alle Christinnen und Christen, nicht nur für ordinierte Pastorinnen und Pastoren. Seit der Reformation verwendet die Kirche dazu den Begriff „Priestertum aller Gläubigen“ oder „Priestertum aller Getauften“.
Deshalb dürfen in unserer Kirche auch Menschen, die nicht im Pfarrdienst sind, Gottesdienste halten und predigen – natürlich nach einer entsprechenden Ausbildung und Berufung. Diese nennen sich Lektorinnen und Lektoren und Prädikantinnen und Prädikanten. Sie bringen mit ihrer Lebenserfahrung, ihrer Berufserfahrung und ihrer Ausbildung noch ganz andere Glaubenslichter in unsere Kirche und unsere Gottesdienste.

Wie wird man Lektorin oder Prädikant
Lektorinnen und Lektoren halten selbstständig Gottesdienst mit sogenannten Lesepredigten, d.h. sie verwenden fertige Predigten und verändern diese so, dass es ihrer Sprache entspricht.
Sie absolvieren in Absprache mit ihrer Kirchengemeinde einen Lektor/innen-Kurs entweder im Michaeliskloster in Hildesheim oder regional, der meist fünf Wochenenden umfasst. Nach einem Gespräch mit dem Superintendenten werden sie zum Dienst beauftragt und entweder von den Gemeindepastoren oder vom Superintendenten in ihren Dienst eingeführt.

Prädikantin und Prädikant kann werden, wer die Lektorenausbildung absolviert hat, schon einige Erfahrung in der Praxis hat und besonders Lust und Interesse an theologischer Fortbildung und selbstständigem Predigen hat. Prädikanten können auch Gottesdienste mit Abendmahl selbstständig durchführen.
Die Prädikantenausbildung umfasst 12 Wochenenden in zwei Jahren, eine Praxisphase unter Begleitung einer Mentorin oder eines Mentors und ein Kolloquium mit der Regionalbischöfin.

Wie funktioniert der Austausch untereinander?
Die Lektorinnen und Lektoren, Prädikantinnen und Prädikanten treffen sich in den Kirchenkreisen mit unterschiedlicher Häufigkeit, bilden sich fort, tauschen sich aus und feiern Gottesdienste miteinander. Aus ihrer Mitte wählen sie Kirchenkreis-Sprecher/innen, die gemeinsam mit den Pastorinnen und Pastoren, die als Beauftragte für die Lektoren- und Prädikantenarbeit zuständig sind, die Interessen vertreten und die Treffen organisieren. Aus den Sprecherinnen und Beauftragten der Kirchenkreise bildet sich die Sprengelkonferenz, die wiederum einen Sprecher oder eine Sprecherin wählt und ebenso einen Beauftragten oder eine Beauftragte aus dem Pastorenkreis. Diese Stelle ist nun auch hauptamtlich besetzt, um mehr Zeit und Kraft für die Betreuung, die Aus- und Fortbildung der Lektorinnen und Prädikanten zu gewährleisten.

Lektor*innenkurs U25

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