Neue Pastorin für Badbergen

Nachricht 03. Februar 2020

Mit einem  festlichen Gottesdienst führte Regionalbischöfin Dr. Birgit Klostermeier am Sonntag, 2. Februar 2020, Friederike Giesecke von Bergh in ihr Amt als Pastorin in Badbergen ein. Mit dem Antritt ihrer ersten Pfarrstelle ist die angehende Pastorin fortan für die rund 2.300 Mitglieder in der Evangelisch-lutherischen St.Georgs-Kirchengemeinde zuständig.

Friederike Giesecke von Bergh wurde 1991 in Nordhorn geboren, wuchs in Bad Bentheim auf und studierte in Münster Theologie. Ihre Vikariatszeit absolvierte sie in der St. Thomas Gemeinde in Hannover. Die Vielseitigkeit des Berufs empfand die aus einer Pastorenfamilie stammende Giesecke von Bergh positiv und anregend. Von der Mitarbeit im Kindergottesdienst über Teamerin bis zur Organistin kennt sie viele Facetten des Gemeindelebens. Praktika während des Studiums führten die 28-Jährige u.a. zur Deutschen Seemannsmission in Bremerhaven, nach Jerusalem in die Deutsche Gemeinde in der Erlöserkirche und in die JVA Hannover zur Gefängnisseelsorge. Eine wertvolle Zeit sagt Giesecke von Bergh, die ihre Examensarbeit über Gefängnisseelsorge verfasst hat. „In jedem den Menschen zu sehen, niemanden auf seine Tat zu reduzieren“, diese Haltung habe sie dort bewusst erfahren.

Assistentinnen bei ihrer Einsegnung sind neben ihrem Vater Hartmut Giesecke von Bergh ihre Mentorin im Vikariat, Pastorin Kathrin Bernhardt aus Hannover, Vikarin Friederike Melloh, die sie seit ihrem ersten Semester begleitet und Brigitte Stratmann-Grandke, Prädikantin und Mitglied im Kirchenvorstand ihrer neuen Gemeinde in Badbergen. Als Ordinationsspruch hat Giesecke von Bergh einen Vers aus der Emmaus-Geschichte gewählt (Luk.24, 32). „Meine Lieblingserzählung“, sagt sie. „Die Jünger erkennen Jesus erst im Rückblick und das beschreibt ja ganz gut die Realität in der Suche nach dem Glauben“.

Die Arbeit in Gemeinde und Gemeinschaft ist für Giesecke von Bergh der Kern des Christentums. „Ich freue mich jetzt darauf, gestalten zu können. Ich freue mich auf die ganze Bandbreite der Gemeindearbeit mit allen Generationen. Und wegen der musikalischen Vorbildung liegt mir natürlich auch die Kirchenmusik am Herzen“, sagt die Pastorin mit der D-Prüfung in Kirchenmusik.

Die Ordination ist die feierliche Ernennung zur Pastorin bzw. zum Pastor. Mit der Einsegnung erhalten die Ordinierten das lebenslange Recht, öffentlich zu predigen und die Sakramente zu verwalten. Der evangelisch-lutherische Sprengel Osnabrück ist die Kirchenregion im Westen der Landeskirche mit mehr als 300.000 Kirchenmitgliedern in 114 Gemeinden. Regionalbischöfin Dr. Birgit Klostermeier nimmt seit 2015 die geistliche Leitung des Sprengels wahr.

Bildunterschrift: Nach der feierlichen Ordination im Kreis der Pastor*innen und Assistent*innen: Friederike Giesecke von Bergh (Mitte) zwischen Regionalbischöfin Dr. Birgit Klostermeier ihrem Vater, Hartmut Giesecke von Bergh. Foto: Burlage.


(BrigitteNeuhaus, Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Osnabrück)