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Gegen das Vergessen, weswegen wir da sind

Nachricht Lüneburg, 23. Dezember 2011

Weihnachtspredigt von Landessuperintendent Dieter Rathing

Lüneburg. Der Lüneburger Landessuperintendent Dieter Rathing hat die Christen zu Weihnachten an den Anfang der Jesus-Geschichte und damit zugleich an eigene Anfänge und Vorsätze erinnert. „So viel Anfang wie mit Jesu Geburt war nie“, sagte der Regionalbischof in der Christvesper in St. Johannis.  

Jeder Einzelne solle das Weihnachtsfest zum Anlass nehmen, einmal wieder neu anzufangen. „Willst Du von einer Unart abkommen oder in Sachen Liebe Neues anzetteln“, nannte Rathing Beispiele. Der Trost für einen verzagten Mitmenschen könne eine sinnvolle Aufgabe sein. Ebenso wie der Vorsatz, anders zu wirtschaften oder neu über das Bewahren der Schöpfung nachzudenken.

Rathing beschrieb die Kirche in seiner Weihnachtspredigt als „Ort, an den wir zurückkehren, wenn wir vergessen, weswegen wir da sind“. Menschen bräuchten die Erinnerung an Josef und Maria, die Hirten. Im Blick auf die Gestalten der Weihnachtsgeschichte könnten die Christen erkennen: „Auch durch deine Hände legt Gott Hand an die Welt, durch deine Augen bewundert er ihre Schönheit. Durch deine Ohren nimmt Gott die Hilferufe von Menschen auf, und durch deine Worte sagt er der Welt seine Liebe weiter.“

Der weihnachtliche Auftrag bedeute: „Gott bei uns groß werden lassen. Jesus Christus unter uns zum Leben helfen. Und mit ihm zum Leben helfen: dem Menschen.“

Die Weihnachtspredigt von Landessuperintendent Dieter Rathing im Wortlaut