Kopfgrafik Lüneburg

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Lüneburger Wichern-Adventskranz leuchtet: Die Poesie des Tuns

Nachricht Lüneburg, 26. November 2011

Landessuperintendent Rathing zur aktuellen Aktion "Gedichte für Wichte"

Schicken Sie eine SMS mit dem Wort "LICHT" an die Nummer 86669.

Das erste Licht am Wichern-Adventskranz auf dem Lüneburger Wasserturm leuchtet. Für Ursula Kretschmer vom Diakonieverband Lüneburg-Bleckede ist es die vierte Aktion dieser Art, die sie in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Lüneburg organisiert hat: „Wir wollen daran erinnern, was Advent bedeutet.“

Johann Hinrich Wichern, der 1839 in Hamburg ein Heim für verwahrloste Jugendliche gründete und als Erfinder des Adventskranzes gilt, habe dazu aufgerufen, mutig zu sein und sich der Not entgegenzustellen.

Per SMS mit dem Stichwort „Licht“ an die Nummer 86669 kann der Kranz zum Leuchten gebracht werden. Der Erlös - 1,37 Euro von insgesamt 1,99 Euro pro SMS - dient der Leseförderung von Kindern ab drei Jahren, das Motto: „Gedichte für Wichte.“

In seiner Ansprache erinnerte Landessuperintendent Dieter Rathing an die Bedeutung des Leitwortes: „Wenn wir Kindern die Welt von Prosa und Poesie nahebringen, dann sagen wir ihnen: Wenn ihr die Silben eines Dichters buchstabiert, werdet ihr fähig, später einmal die Worte eurer Freundin zu verstehen.“ Dabei habe das aus dem Griechischen stammende Wort die Bedeutung von Tun: „Es gibt nicht nur eine schöne Poesie der Worte, sondern auch eine schöne Poesie des Tuns.“

Dazu gehöre es, Kranke zu pflegen, die Tränen von Kindern zu trocknen oder auch mit ihnen zu singen. „Ich möchte allen einen großen herzlichen Dank sagen, die daran durch ihr schönes Tun mitwirken“, sagte der Landessuperintendent. Schließlich hätten nicht nur Erwachsene Einfluss auf Kinder. „Kinder haben eine Erziehungskraft auf uns Erwachsene“, sagte Rathing.

Der Wichern-Kranz auf dem Lüneburger Wasserturm gilt als der größte hängende Adventskranz Europas. 

Hartmut Merten