deensen

Sieben Stärken

… des kleinen Gottesdienstes

1. Der Raum spricht für sich.

Das Beste ist schon da: Der Raum Ihrer schönen Kirche oder Kapelle! Wenn hierher Menschen zur Andacht und Besinnung kommen, dann ist das Ziel schon so gut wie erreicht. Wenn es dazu noch etwas zu hören, zu sehen und zu singen gibt – umso besser. Dafür ist der kleine Gottesdienst gedacht.

2. Die kleinen Gottesdienste sind etwas Eigenes.

Sie brauchen sich nicht hinter dem „richtigen“ Sonntagsgottesdienst zu verstecken. Sie bieten einen eigenen Raum für Menschen, die zur Ruhe kommen wollen. Und doch haben sie alles, was ein Gottesdienst braucht: Gemeinschaftlich beten, singen, hören, schweigen. Und am Ende gibt es den Segen.

3. Jede und jeder kann mitmachen.

Nutzen Sie die Gaben, die Sie haben. Jede und jeder kann etwas zum Gelingen beitragen. Lesen, Singen, Beten, Musik aussuchen – all das braucht etwas Vorbereitung, aber keine besondere Ausbildung. Wer mit anderen beten, hören und schweigen kann, hat schon alle Gaben, die nötig sind.

4. Der Ablauf bleibt erkennbar.

Das Herz feiert mit, wenn der Ablauf vertraut ist. Nach dieser Regel werden auch die kleinen Gottesdienste gestaltet. Eine einmal gefundene Form bleibt über einen längeren Zeitraum erhalten. Lesungen, Gebete und Lieder werden natürlich an die Kirchenjahreszeit angepasst.

5. Verlässlichkeit ist wichtig.

Ob wöchentlich, alle 14 Tage oder monatlich: Der kleine Gottesdienst soll so stattfinden, dass Menschen sich gut auf den Termin einstellen können. Ein fester Rhythmus hilft auch dabei, selber bei der Mitarbeit durchzuhalten. Wer so Gottesdienst feiert, ist Teil von etwas Größerem: der weltweiten Gemeinschaft der Christen.

6. Wer da ist, feiert mit.

Natürlich freut man sich, wenn viele Menschen zum Gottesdienst kommen. Und wenn nicht? Dann sind genau die richtig, die da sind. Zwei oder drei? Das würde laut Jesus schon reichen. Wichtig: Feiern Sie diesen Gottesdienst für sich selber, nicht nur für die andern. Dann kommt es auf die Zahl nicht mehr so an.

7. Kleiner Gottesdienst – kleiner Aufwand.

Gott ist da. Der Kirchenraum ist da. Und Menschen sind auch da. Viel mehr braucht es nicht! Der kleine Gottesdienst soll auch für die ein gutes Erlebnis werden, die ihn vorbereitet haben. Deshalb: Halten Sie den Aufwand dafür gering, so dass Sie selber getrost mitfeiern können. Das steckt andere an – und so gelingt der kleine Gottesdienst.

Rolf Sturm