Vernetzung für eine große Aufgabe

Nachricht 23. September 2015

Landessuperintendentin regt Runde Tische zur Integration von Flüchtlingen an

Die Bereitschaft zu helfen ist groß, gleichzeitig aber gibt es Unsicherheiten, was tatsächlich gebraucht wird und was leistbar ist: Dr. Ingrid Spieckermann, Landessuperintendentin im Sprengel Hannover, hat jetzt die Initiative ergriffen, um eine Vernetzung aller Aktivitäten zur Integration und Beheimatung von Flüchtlingen voranzubringen. „Angesichts dieser großen Aufgabe bedarf es der positiven, effektiven und langfristigen Koordination und Vernetzung aller Bedarfslagen auf der einen und aller schon vorhandenen oder noch zu entwickelnden Angebote auf der anderen Seite“, sagte sie am Montag bei einem Treffen aller Superintendentinnen und Superintendenten im Sprengel Hannover.

In Abstimmung mit dieser kirchlichen Leitungsebene regt die Regionalbischöfin in einem Schreiben an die Region Hannover und die Landkreise des Sprengels Hannover eine enge Zusammenarbeit an: „Wir setzen uns für Runde Tische in den Kommunen oder kommunalen Untereinheiten ein, um abgestimmt und koordiniert die vielfältigen Aufgaben und Möglichkeiten, die durch die Flüchtlinge auf uns zukommen, aufgreifen zu können und alle gesellschaftlichen Akteure an einen Tisch zu holen.“ Auch die katholische Kirche in der Region Hannover hat sich am Dienstag dieser Initiative angeschlossen.

Ziel der kirchlichen Initiative ist es, Hilfsbedürftige und Helfende zusammenzubringen, unkoordinierte Doppelangebote zu vermeiden und Überforderung bei haupt- und ehrenamtlich Aktiven vorzubeugen. Vorbereitend hatte die Landessuperintendentin Kontakt zur Region Hannover und den Landkreisen Nienburg und Schaumburg, die in Teilen zum Sprengel Hannover gehören, aufgenommen; weitere wichtige Hinweise nahm sie aus einem Gespräch mit Gemeinde- und Stadträtinnen während einer Kirchenkreisvisitation mit.
Um ihre Initiative voranzubringen, bittet die Landessuperintendentin alle Pastorinnen und Pastoren in ihrem Sprengel um aktive Mithilfe: „Ich wünsche mir, dass kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv auf kommunale Vertreterinnen und Vertreter zugehen, um diese so wichtige Aufgabe gemeinsam anzupacken.“