Bericht von der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen

Nachricht Hannover, 23. November 2022
Oberkirchenrat Dirk Stelter. Bild: Jens Schulze

Oberkirchenrat Dirk Stelter hat von der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) berichtet, die zum ersten Mal in Deutschland, in Karlsruhe, stattfand. Unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ trafen sich vom 31. August bis 8. September 2022 Vertreter*innen von 352 Mitgliedskirchen aus 120 Ländern. 30 Multiplikator*innen waren aus dem Bereich der Landeskirche Hannovers dabei. Sie haben von dort Impulse mitgebracht und stellen diese gern Interessierten aus Kirchenkreisen, Gemeinden oder Fachausschüssen zur Verfügung (Ansprechpersonen sind hier zu finden).

Zu den Impulsen, die aus Karlsruhe mitgenommen wurden, gehörte laut Stelter etwa die Erkenntnis, dass Ökumene ein Querschnittsthema für die kirchlichen Kernthemen sei. Auch sei in der Verfassung der Landeskirche Hannovers bereits grundgelegt, dass Verkündigung, Zeugnis und Dienst in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen erfolge (Artikel 1 Absatz 3 KVerf), kirchliches Handeln also in Kooperation, Absprache oder stellvertretend für andere Kirchen geschehe.

Ein besonderes Kennzeichen dieser Vollversammlung war, so Stelter, das Konsensverfahren, in dem es anstelle einer Mehrheitsentscheidung in erster Linie darum gehe, das positive Miteinander und den Zusammenhalt in der Vielfalt zu stärken. Die „Erklärung zur Einheit“, die am letzten Tag verabschiedet wurde, prägte den Begriff der „Ökumene des Herzens“. Auch wurde gerade die Einheit als Zusammenbleiben in beziehungsweise trotz Vielfalt verstanden.