Friedensorte

Nachricht Hannover, 03. Juni 2021

Friedensorte sind Impulsgeber

Dirk Stelter berichtete für das Landeskirchenamt der Landessynode über die Arbeit der acht Friedensorte der Landeskirche Hannovers. Sie stehen in exemplarischer Weise für den Synodalbeschluss vom 24. November 2016, als Landeskirche den Weg zu einer "Kirche des gerechten Friedens" zu verfolgen. Der Friedensbegriff umfasst "Frieden – Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung“, die Friedensorte deckten dieses breite inhaltliche Spektrum ab, erläuterte der Leiter der Abteilung Mission und Ökumene im LKA.

Um das von der Synode bewilligte Budget von rund einer Million Euro für die Jahre 2022 bis 2024 zielgerichtet auf die Friedensorte aufzuteilen, hat das Landeskirchenamt einen Vergabeausschuss Friedensorte eingesetzt. Ihm gehören auch fünf Synodale an. Anhand von Berichten, Finanzplänen sowie durch Besuche vor Ort zwischen Januar und März dieses Jahres konnte sich der Vergabeausschuss ein Bild der jeweiligen Aktivität der Friedensorte machen, die zum größten Teil im ländlichen Raum liegen.

Der Vergabeausschuss habe sich im Anschluss der Besuche beeindruckt von der hochkompetenten Arbeit und den multiprofessionellen Teams der Friedensorte gezeigt, so Stelter. Alle acht erfüllen die 2017 festgelegten Kriterien und werden als "Friedensort der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers" ein entsprechendes – noch zu entwickelndes – Siegel erhalten. Die Landeskirche übernimmt bis zu 80 Prozent der Personal- sowie anteilige Sachkosten für jeweils eine halbe bis ganze Stelle pro Friedensort zeitlich begrenzt bis Ende 2024.

Darüber hinaus sollen die Friedensorte von der Landeskirche bei der Akquise zusätzlicher Drittmittel unterstützt werden. Hierauf zielt ein spezifisches Fundraising-Training. Der Vergabeausschuss Friedensorte wird die Friedensorte auch in Zukunft begleiten und 2023 eine erneute Begutachtung und Bewertung vornehmen. Auch nach 2024 bleiben die Friedensorte auf landeskirchliche Zuschüsse angewiesen, sagte Stelter und betonte: „Die Friedensorte sind Leuchttürme für das gesellschaftliche Engagement einer Kirche, die auch tut, was sie predigt“.

In der Aussprache bedankte sich Karin Köhler (Sprengel Hildesheim-Göttingen) als Mitglied im Vergabeausschuss ausdrücklich beim Landeskirchenamt für die Genehmigung der Vor-Ort-Besuche. „Das ist ein gravierender Unterschied zur Beurteilung nach reiner Aktenlage“, sagte sie und plädierte dafür, diese Förderung von Besuchsreisen fortzuführen.