Bischofsbericht Teil 1

Nachricht Hannover, 03. Juni 2021

Landesbischof Ralf Meister hat seinen Bericht vor der hannoverschen Landessynode unter die Überschrift „Grenzüberschreitungen“ gestellt. „Grenzen sind die Orte des Nachdenkens, weil hier die Fragen zu finden sind, die die Zeit bestimmen und die die interne, strukturelle Kirchendiskussionen längst überholt haben“, sagte der Landesbischof am Donnerstag in seinem Bericht vor der Landessynode. Kirche sei global vernetzt, habe Kraft, das Wissen um Demut und auch die intellektuellen Ressourcen, um an einer friedlichen und gerechten Welt mitzuarbeiten. 

Mit einem Zitat des katholischen Theologen Paul Zulehner betonte er, wenn Kirche nicht neugierig sei, „auf die aktuellen Zonen des Wissens wie auf die anstehenden Abenteuer der Ideen, wird sie schal und leer. Wenn sie aber gut ist, geht sie an die Grenzen des Üblichen, wenn sie hervorragend ist, lässt sie diese sogar hinter sich. Theologie ist dann ungezähmt und radikal.“