Qualität ehrenamtlicher Kirchenmusik

Nachricht Hannover, 25. November 2020

Neue Beats für die Region

Marianne Gorka. Bild: EMA (Screenshot)

Popmusik in der Kirche ist längst keine Seltenheit mehr. Umso deutlicher unterstützt die Landessynode die Stärkung dieses Segments auch in der Fläche. Sogenannte Sprengelzentren könnten dies leisten, wie Marianne Gorka als Vorsitzendes des Ausschusses für Kirchenmusik und Kultur am zweiten Tag der Landessynode zur Qualität ehrenamtlicher Kirchenmusik berichtete.
 
Die Landessynode befürwortet den Antrag des Ausschusses zur Einrichtung von Regionalzentren für Kirchenmusik mit Schwerpunkt Pop und bat den Finanzausschuss zu prüfen, ob und wie die dafür benötigten Haushaltsmittel bereitgestellt werden können.
 
„Wir kommen euch entgegen“, sagte Marianne Gorka in ihrer Einbringungsrede. Die Regionalzentren schlössen eine empfundene Lücke und gewährleisteten Nähe und Erreichbarkeit vor Ort. Sie ermöglichten persönliche Kontakte, persönliche Beziehungen und regionale Anbindung. Sie seien ein Bindemittel für die Kirchenmusik, um die ganze Bandbreite der Kirchenmusik in der Fläche abbilden zu können. „Erweiterte Gottesdienstformate brauchen ein erweitertes musikalisches Spektrum, neue Lieder brauchen andere Klangfarben oder einen anderen Beat“, so Gorka.

„Die Regionalzentren können mit ihrem Anspruch für einen gesetzten kirchenmusikalischen Standard stehen und zu Begeisterungsfaktoren werden. Nicht zuletzt dadurch, dass sie den Bereich der Popularmusik als Teil einer vielfältigen und zeitgemäßen Kirchenmusik zu angemessener Geltung bringen“, sagte Gorka.
 
Das Konzept sieht vor, in jedem der sechs Sprengel ein Regionalzentrum Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt Pop zu gründen. Die Personalkosten für eine volle Kirchenmusik-Stelle für das Segment Pop würden zu einem Viertel von der Landeskirche und zu Drei-Viertel von den Kirchenkreisen des jeweiligen Sprengels getragen. Geeignete Räumlichkeiten für Band- und Chorproben müssten vor Ort gesucht werden. Zur Ausstattung gehören ein 25 % Sekretariatsanteil und ein Budget über rund 10.000 Euro für Sachkosten.
 
In der anschließenden Aussprache erhielt der Antrag von Regionalbischof Dr. Hans-Christian Brandy im Namen des Bischofsrats klaren Zuspruch. Er begrüßt das Konzept und kündigte für die Regionalbischöfe an, es zum Gegenstand der jeweiligen  Ephorenkonferenzen zu machen. Brandy warnte als Regionalbischof des Sprengels Stade davor, die Einrichtung der Regionalzentren als Selbstläufer anzusehen. „Wir hoffen, dass die Kirchenkreise dies auf den Weg bringen.“