Bericht des Landesbischofs: Mehr als ein Parlament

Nachricht 21. Februar 2020
Bild: Jens Schulze

Auch wenn es viele Gemeinsamkeiten gebe, sei die Landessynode nicht einfach mit einem staatlichen Parlament zu vergleichen, sagte Meister. Weder eine Parteizugehörigkeit noch der demokratische Willensbildungsprozess in einer Wahl sei Grundlage der Beauftragung der Synodalen. „Ihre Beauftragung als Synodale ist gegeben im Auftrag Gottes selbst.“

Die Wahlkreise seien eben nicht die Heimatgemeinden oder der Arbeitsbereich, so Meister. Der Auftrag als Synodale sei der Ruf Christi selbst. Das bedeute aber, dass die Mitglieder der Landessynode „mit dem Risiko der eigenen Gewissensentscheidung in die Diskussionen und Entscheidungen“ gingen.

In der Landessynode gebe es auch keine Parteien oder Fraktionen. Die Zuordnung der Mitglieder zu den beiden Synodalgruppen und deren Arbeit sei „ein großer Gewinn“. Gleichzeitig warnte der Landesbischof „vor einem impliziten Fraktionszwang“. Ort von Debatten müsse das Plenum sein, Entscheidungen dürften nicht in „Vorab-Absprachen“ fallen.

Der Landesbischof würdigte, dass die neue Landessynode „viele neue Mitglieder" habe, "mehr Frauen, mehr junge Menschen“. Das sei für ihn „eine große Ermunterung, neue Wege zu gehen.“