Bericht des Landesbischofs: Mehr als eine Werteagentur

Nachricht 21. Februar 2020
Bild: Jens Schulze

In Anlehnung an die biblische Erzählung vom Apostelkonvent in Lukasevangelium hat der Landesbischof ein Bild der synodalen Gemeinschaft skizziert. Die Landessynode bringe wie der Apostelkonvent vor fast 2.000 Jahren in Jerusalem ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Verschiedenheit gebe es bei Alter, Geschlecht, Beruf, Bildungsstand ebenso wie bei Frömmigkeitsprofilen oder beim Kirchenbild. Gemeinsam sei aber allen der Rückbezug auf den Missionsbefehl Jesu. „Wir sind und bleiben eine missionarische Kirche. Nichts anderes bleibt der Auftrag unseres Zusammenseins,“ sagte Meister. „Ohne diesen Zusammenhang werden wir zur lokalen Werteagentur für soziale Gerechtigkeit.“

Ebenso wie damals in Jerusalem sei es wesentlich für die Landessynode, dass sie zu Ergebnissen komme. Es gehe um kluge Kompromisse und tragfähige Konzepte „nicht nur für uns, sondern um der Glaubwürdigkeit unserer Kirche willen.“

Als zweites biblisches Bild für die synodale Arbeit wählte der Landesbischof die Emmaus-Jünger: Auf dem sechsjährigen Weg, der vor den Kirchenparlamentarier*innen liege, sei es wichtig, „wach zu bleiben für Gottesüberraschungen.“ Und sich Freiräume zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen. Dazu regte er an, dass die Synodalen für ein oder zwei Tage gemeinsam pilgern könnten. „Einmal in diesen sechs Jahren für ein, besser zwei Tage unterwegs zu sein. Nicht für andere, nicht als gesellschaftspolitisches Zeichen mit gewichtiger Einkehr, sondern für uns. Damit er, Christus, mit uns gehen kann.“