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Bild: Jens Schulze

Aus dem Bericht des Landessynodalausschusses (korrigiert)

Bericht 15. Juni 2007

Die Landeskirche müsse zeitnah auf Probleme reagieren, sobald sie entstanden sind. Das könne man von der Diskussion um den Klimawandel auf unsere Arbeit in der Landessynode übertragen. Mit diesem Votum eröffnete der Vorsitzende des Landessynodalausschusses (LSA) Wolf von Nordheim seinen 48 Punkte umfassenden Tätigkeitsbericht. Als Beispiel nannte der Uelzener Propst die hohen Defizite im Haushalt, die zu Sparbeschlüssen der Synode geführt haben. In der Debatte wurde aber deutlich, dass die Kürzungen in den Kirchenkreisen große Probleme bereiteten. Die Stellenkürzungen im Bereich der Hauptamtlichen, so die Debatte, lassen sich nicht mehr ohne Kündigungen umsetzen. Kleine Kirchengemeinden sehen sich nicht in der Lage, durch Zusammenschluss mit anderen die Mindestgröße von 1000 Mitgliedern zu erreichen. Hier beschloss die Synode, außerhalb des neuen Finanzausgleichsrechts nach Wegen zu suchen, den Zusammenschluss auch kleinerer Kirchengemeinden finanziell zu fördern. Dabei sollte überlegt werden, ob die Zielgröße von 1000 Kirchengliedern zwingend sein müsse.

Von Nordheim forderte die Kirchenkreis auf, in ihren Stellenplänen der Arbeit mit Familien, mit Kindern und Jugendlichen weiterhin einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die jüngste Mitgliederbefragung habe ergeben, dass „kirchliche Angebote, besonders im übergemeindlichen Bereich, offensichtlich ein stark bildungs- und sogar einkommensbezogenes Profil“ haben. Hier sei es sinnvoll, weiteren Milieus einen Zugang zur Kirche zu ermöglichen.

Der LSA, so von Nordheim, habe sich außerdem mit der Frage befasst, wie Menschen ohne soziales Netz, eine würdige Bestattung ermöglicht werden könne. Bei einer zunehmenden Zahl von sozialschwachen Menschen fände aus Kostengründen keine christliche Trauerfeier statt.