Tätigkeitsbericht des Landessynodalausschusses

Nachricht 26. November 2019

Landessynodalausschuss: Finanzlage bleibt stabil

Die Synode hat ihre thematischen Beratungen am Dienstag mit dem Bericht des Landessynodalausschusses (LSA) begonnen. Das Gremium nimmt die laufenden Aufgaben zwischen den Synodentagungen wahr. Der LSA-Vorsitzende Jörn Surborg bedauerte die um neun Prozent zurückgegangene Beteiligung an der Wahl zur 26. Landessynode im September. „Dieser signifikante Rückgang darf uns nicht gleichgültig lassen“, mahnte Surborg an und forderte eine frühzeitigere Terminplanung, um künftig etwa die Kandidatenaufstellungen besser organisieren zu können. 

In Gesprächen habe er immer wieder festgestellt, dass die Synode bei vielen stellvertretend für „die da oben“ gesehen werde. Oft seien Synodenbeschlüsse in den Gemeinden und Kirchenkreisen nicht bekannt, obwohl diese öffentlich zugänglich seien. Er warb für die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen in der Landeskirche. „Die Kommunikation beinhaltet nicht nur eine Bringschuld, sondern auch eine Holschuld“, stellte Surborg fest. Die neue Verfassung stärke indes die Kirchenkreisebene und ermögliche mehr Partizipation.

Surborg ging in seinem Bericht auch auf die veränderte Abendmahlspraxis vieler Kirchengemeinden ein. Die Zulassung von getauften Kindern zum Abendmahl etwa sei erstmals 1980 geregelt worden. „In den nunmehr vier Jahrzehnten ist viel passiert“, stellte Surborg fest. „Aber leider hat sich das Kinderabendmahl nicht überall durchgesetzt.“ Lediglich in zwei von drei Kirchengemeinden sei dies umgesetzt.

Im zweiten Teil des Tätigkeitsberichts wies Surborg auf die Aufeinanderbezogenheit der kirchlichen Ebenen hin. Die Landessynode stehe nicht alleine da. Alle ihrer Mitglieder seien in ganz unterschiedlichen Weisen in die kirchliche Arbeit vor Ort eingebunden. Das sei wichtig für die gemeinsame Arbeit, hob der Ausschutzvorsitzende hervor.

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2017 der Landeskirche sei durch das Rechnungsprüfungsamt der EKD erfolgt. Nur wenige abschließende Aspekte befänden sich in Klärung. Daher zeigte sich das Rechnungsamt auch optimistisch, den zeitlichen Verzug in den Haushaltsprüfungen bald aufholen zu können. Die unselbstständigen Werke und Einrichtungen sollen bis zum Haushalt 2023/24 (spätestens bis zum Haushaltsplan 2024/25) in den Landeskirchenhaushalt eingearbeitet werden.

Die Finanzlage der Landeskirche werde länger als erwartet stabil bleiben, sagte Surborg. Daher sei zwischen LSA und LKA diskutiert worden, ob statt in einem vierjährigen Planungszeitraum in sechsjährigen Zeiträumen gedacht werden könne. Zwar könne keine seriöse Prognose sagen, wie sich die Wirtschaftslage etwa in der Automobilindustrie entwickeln werde. Andere Parameter seien aber gut vorhersehbar. So bleibe etwa die für die Kirchensteuern wichtige Zahl der einkommenssteuerpflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland aktuell und absehbar stabil. Das spreche aus seiner Sicht für die Umsetzung eines längeren Planungszeitraums. Die Entscheidung darüber müsse aber die 26. Landessynode treffen.

Neue Impulse für die Teilnahme von Kindern am Abendmahl

Mit einer Mehrheit hat die Landessynode am 28. November 2019 beschlossen, die Richtlinien zur Teilhabe von Kindern am Heiligen Abendmahl von 1980 aufzuheben. Die Synode bittet Kirchenvorstände und Pfarrämter, die Feier des Abendmahls in ihrem Bereich neu zum Thema zu machen. Die Synodalen ermuntern die Kirchengemeinden, Kinder zur Feier des Abendmahls einzuladen.