Bericht des Ausschusses für Mission und Ökumene

Nachricht 27. November 2019

Mission bedeutet, einladende Kirche zu sein

Der Ausschuss für Mission und Ökumene hat am Mittwoch einen Antrag zur Veränderung des Missionsverständnisses eingebracht, der auch vom Ausschuss für Theologie und Kirche unterstützt wurde. Ottmar Fricke rief dazu auf, den Missionsbegriff differenziert zu verwenden. Mission gehöre zu den Aufgaben der Kirche und eines jeden Christen.

Glaube sei nicht nur ein innerliches Geschehen, sondern beinhalte auch die praktische Zeugnisgabe und den Eintritt für Andere, sagte Fricke:  "Gott hat uns beschenkt – und Gott sendet uns in die Welt". Es gehe darum, einladende Kirche zu sein.

Dazu gehörten Fricke zufolge die Begegnung und der respektvolle Dialog mit anderen Weltanschauungen und Religionen und das diakonische Handeln als zentrales Wesensmerkmal der Kirche. "Die Zukunft der Kirche ist ökumenisch in einer Form, die wir uns noch gar nicht vorstellen können", sagte Landesbischof Ralf Meister in der Aussprache zum Bericht. Der Missionsbegriff müsse in ökumenischer Weite und konfessionsübergreifender Weise verstanden werden.

"Missionsgeschichte der Landeskirche bedenken"

Dr. Karin Köhler wies in der Aussprache darauf hin, dass bei der Beschäftigung mit dem Missionsbegriff die Missionsgeschichte der Landeskirche Hannovers konkret in den Blick zu nehmen. Es wurde einstimmig beschlossen, diesen Bericht und die Redebeiträge mit den beiden Ergänzungen an die 26. Landessynode weiterzureichen.

Es solle geprüft werden, wie die Aufgaben von Mission in ökumenischer Weite stärker in die Aus- und Fortbildung eingebunden werden können. Auch sollen die Herausforderungen einer einladenden Kirche bedacht werden. Dabei wird die finanzielle Förderung missionarischer Arbeit innerhalb und außerhalb der Landeskirche bereitgestellt.