Kirchengesetz zur Ausbildung Diakon*innen

Nachricht 28. November 2019

Bericht des Ausschusses für kirchliche Mitarbeit zu Diakonengesetz

Die Regelungen über den Dienst und die Ausbildung von Diakonen und Diakoninnen sollten in einem Gesetz zusammengeführt werden. Darin sollten auch aktuelle Veränderungen in deren Ausbildung und beruflicher Tätigkeit Berücksichtigung finden. Das besagt der von Michael Gierow eingebrachte Bericht des Ausschusses für kirchliche Mitarbeit im Blick auf "Vorarbeiten zu einem Kirchengesetz über die Ausbildung und den Dienst der Diakone und Diakoninnen".

Gierow bezeichnete die Frage der Anstellung auf landeskirchlicher Ebene als "Dreh- und Angelpunkt" der bisherigen Diskussion. Für die Anstellung auf Ebene der Landeskirche gebe es gute Gründe, zu klären wären jedoch viele Detailfragen. Als Beispiele nannte der Ausschussvorsitzende die Notwendigkeit einer Stellenbesetzungsordnung und Regelungen für den Fall, dass ein Diakon oder eine Diakonin in einem bestimmten Zeitraum keine Stelle findet.

Die Synodale Kerstin Dede, die landeskirchliche Beauftragte für die Diakone und Diakoninnen, bekannte sich zu dem Modell der landeskirchlichen Anstellung: "Das möchte ich zu 90 Prozent befürworten." Allerdings müssten auch die Diakoninnen und Diakone sowie die bisherigen Anstellungsträger von der Idee überzeugt werden, gab Dede zu bedenken.

Im Vorentwurf zu dem in Aussicht genommenen Diakon*innen-Gesetz finden sich Bestimmungen zu Ausbildung, Einsegnung, Dienst- und Fachaufsicht, Konventen sowie dem oder der landeskirchlichen Beauftragten. Der Vorentwurf geht zunächst von einer landeskirchlichen Anstellungsebene aus und sieht die Möglichkeit einer Beauftragung mit der öffentlichen Verkündigung in Wort und Sakrament vor. 

Die Synodalen nahmen den Bericht zustimmend zur Kenntnis. Die 26. Landessynode möge an dem Thema weiterarbeiten.