Bischofsbericht 6: Klimaschutzkonzept - Verantwortung und Handeln

Nachricht 16. Mai 2019
Bild: Jens Schulze

Landesbischof Ralf Meister hält die Bemühungen der Landeskirche für den Klimaschutz nicht für ausreichend. Obwohl die Landeskirche sich schon seit über zwölf Jahren mit dem Klimaschutz beschäftige, setze sie angesichts der drängenden Notwendigkeit die eigenen Apelle nicht ernsthaft genug um. Überraschend bat der Bischof zwei Vertreterinnen der Bewegung „Fridays for Future“ ans Mikrofon.

Paula Seidensticker und Lisa Steinwandel, die sich in Celle und Lüneburg engagieren, forderten das Kirchenparlament auf, den Einfluss der Kirche für den Klimaschutz einzusetzen. „Christin oder Christ zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.“ Das Erzeugen von Abgasen oder Fleischkonsum seien mit christlicher Nächstenliebe nicht zu vereinbaren, so die jungen Frauen. Noch gebe es die Möglichkeit, die Folgen des Klimawandels zu mildern. Die Kirche müsse sich dafür einsetzen, dass gerade auch ältere Menschen den drohenden Klimawandel ernst nähmen. Von den Mitgliedern der Landessynode gab es nach dem Statement lauten Applaus.

Meister sagte mit Blick auf die Landeskirche: „Regional geschieht vieles. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen in unserer Landeskirche mit ihren Möglichkeiten für wichtige Schritte. Aber Bewegung, Mut und Sprunginnovation im Klimaschutz sieht anders aus.“

Die jungen Menschen der Bewegung „Fridays for Future“ würden vormachen, wie eine Mobilisierung für den Klimaschutz durch eine Vernetzung über die sozialen Medien gelingen könne. „Sie sind davon überzeugt, die größte, unabhängige, überparteiliche, selbst organisierte Klima- und Jugendbewegung zu mobilisieren, die es in Sachen Klimaschutz je gegeben hat.“

FridaysForFuture