Bischofsbericht 8: Verhältnis zu anderen Religionen

Bericht 31. Mai 2018
Bild: Jens Schulze

Er beobachte mit Sorge, sagte der Landesbischof, dass Religionen, das Christentum eingeschlossen, in problematischen Kontexten instrumentalisiert würden. Das meine das provokative Aufhängen von Kreuzen in Behörden genauso wie Hasspredigten in Moscheen, den Streit um das Kreuz auf der Kuppel am neuen Berliner Stadtschloss, die Debatten um eine Leitkultur oder um die überflüssige Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre.

Wenn sich jüdische Mitbürger an einigen Orten nicht mehr trauten, in der Öffentlichkeit die Kippa aufzusetzen, gelte es als Kirche "Farbe zu bekennen".

Es sei an der Zeit, den Beweis anzutreten, dass Menschen mit einer religiösen Identität die Gesellschaft nicht spalten würden, sondern versöhnen. "Ich denke, dass wir mehr als bisher auf die anderen Religionen zugehen und enger kooperieren sollten," sagte Meister. "

Es wäre fatal, wenn wir jetzt in unserem Land Mauern zwischen Religionen hochziehen. In der ganzen Welt gilt: Es wird keinen Frieden ohne einen   Frieden zwischen den Religionen geben. Deshalb sehe ich es als eine Aufgabe unserer Gemeinden, die offene Gesellschaft als Ausdruck einer religiösen Identität vorzuleben."