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Bild: Jens Schulze

 

Christlich-islamischen Dialog intensivieren

Bericht 26. November 2015

In ihrem Bericht über das Verhältnis von Kirche und Islam thematisierte Superintendentin Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben (Wolfsburg) die Herausforderung der evangelischen Kindertagesstätten, wie sie mit Kindern unterschiedlicher religiöser Herkunft umgehen sollten und welche guten, religiösen Angebote für diese Kinder gemacht werden könne. Die Mitarbeitenden in den Einrichtungen seien auf einfach zugängliche und verständliche Informationen zu diesem Thema angewiesen. Im Namen des Ausschusses bat sie das Landeskirchenamt, geeignete Maßnahmen für die Intensivierung des christlich-islamischen Dialogs zu initiieren.

Dr. Jörg Zimmermann (Celle) wies darauf hin, dass die Synode sich bereits mit der Frage des Verhältnisses zum Islam beschäftigt habe und diese Aufgabe auch an den Ausschuss für Mission und Ökumene weiterverwiesen habe. Die aktuelle Situation erfordere aber nun schnellere Reaktionen, gleichzeitig aber auch eine gute Koordination der Diskussionen in den unterschiedlichen mit dieser Frage beschäftigten Ausschüssen. Von daher solle aus seiner Sicht auch der Ausschuss für Mission und Ökumene in die Beratungen einbezogen werden. Die Synodalin Frau Dr. Stöver ergänzte dieses dahingehend, dass sie die Notwendigkeit beschrieb, auch den Bildungsausschuss mit in die Beratung hineinzunehmen.

Auf beides ging der Geistliche Vizepräsident Arend de Vries in seinen Ausführungen ein: Es gebe erfreulicherweise bereits viele Anregungen zu diesem Thema, unter anderem einen neuen Grundlagentext der EKD und einen neuen Band aus dem Michaeliskloster, der die Möglichkeiten zu gemeinsamen religiösen Feiern beschreibe. Die Frage sei, wie man anderen Religionen Respekt entgegenbringen und gleichzeitig deutlich machen könne, dass christliche Gottesdienste und kirchliche Räume etwas Besonderes seien. Natürlich sollten sich Menschen anderer Religion auch in den Weihnachtsgottesdiensten besonders willkommen fühlen, so Arend de Vries.
Die Synode stimmte nach der Aussprache mehrheitlich dem Antrag zu und überwies ihn gleichzeitig an den Ausschuss für Bildung und an den Ausschuss für Mission und Ökumene zur Mitberatung.

Die Landessynode nahm die Beschlussvorlage des Ausschusses zunehmend zur Kenntnis.