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Bild: Jens Schulze

Bischofsbericht I

Bericht 24. November 2015

Rolle der Kirche in einer verunsicherten Gesellschaft

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Bild: Jens Schulze  

In seinem aktuellen Bericht vor der hannoverschen Landessynode nahm Bischof Ralf Meister unmittelbar Stellung zu den Terroranschlägen von Paris und Mali. Die nun aufgetauchte Angst und Sorge brauche eine Antwort in der Gesellschaft, „damit wir klar und aufgeklärt denken und handeln, sonst bleibt dies Angst gefährlich.“

Daher sei eine wichtige und notwendige Reaktion jetzt nach den Anschlägen die Debatte über die innere und äußere Sicherheit und die Verteidigung der freien Gesellschaft gegen den Terrorismus. Es gehe darum, eine Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu finden.

Es müsse auch Unterbrechungen des Alltags nach solch schrecklichen Geschehnissen geben. „Die spontan aufgetauchte Meinung 'weitermachen wie bisher' und damit die Freiheit als wichtigsten Wert mit üppigem Aufklärungspathos zur Schau tragen, irritiert mich“, so Meister.

Wenigstens für einen Moment müsse einer Unterbrechung Zeit und Raum gegeben werden, denn der Tod verlange solch eine Unterbrechung des Alltäglichen. Eine solche Unterbrechung seien zum Beispiel interreligiöse Gebete.

„Angst stärkt Irrationalität. Gebet, Nachdenken, Kontemplation und vor allem das Gespräch sind Gesten, die mit der Angst umgehen."