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Bild: Jens Schulze

Kommunikationskonzept: „Was gut ist, deutlich verbessern!“

Bericht 06. Mai 2015
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Bild: Jens Schulze

Arend de Vries, Vizepräsident des Landeskirchenamtes, stellte in einem Zwischenbericht die Arbeiten zum entstehenden Kommunikationskonzept der Landeskirche vor. „Was gut ist in unserer Kommunikation, müssen wir deutlich verbessern“, so sein Resümee. „Unser Kerngeschäft als Organisation ist die Kommunikation, so wie die Verkündigung des Evangeliums das Kerngeschäft unseres kirchlichen Auftrags ist.“

Radikaler Wandel in der Kommunikation

De Vries wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass es einen radikalen Wandel in der Kommunikation in den letzten Jahrzehnten gegeben habe. „Digitale Medien haben das klassische Verhältnis von Sender und Empfängern aufgelöst.“ Aus der Fülle von Informationen würde jeder heute sehr selektiv auswählen.

Die Evaluation des Evangelischen MedienServiceZentrums (EMSZ) im Jahr 2012 habe ergeben, dass ein Kommunikationskonzept der Landeskirche fehle. Daher sei es notwendig, mittelfristig ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten, das Ziele definiere und alle Medienaktivitäten zusammenführe.

Klare Strukturen sind notwendig

Der Zeitplan sieht vor, dieses Kommunikationskonzept im Herbst 2015 der Synode vorzulegen. Die hannoversche Agentur aserto erarbeitet zurzeit das Konzept, begleitet wird diese Arbeit von einer landeskirchlichen Steuerungsgruppe. Der Auftrag lautet konkret: Die massenmediale Kommunikation der Landeskirche insgesamt zu untersuchen und zu verbessern. Gegenwärtig läuft eine Bestandsaufnahme auf verschiedenen kirchlichen Ebenen, aus der dann eine Beschreibung von Zielbestimmungen, Handlungsbedarfen sowie konkrete Maßnahmen erfolgen wird.

Erste Zwischenbefunde konnte der Vizepräsident bereits benennen. So sei es mehr als bisher geschehen notwendig, präzise Ziele der Kommunikation zu benennen und mit strategischer Steuerung zu begleiten. Genaue Zielgruppendefinitionen müssten erfolgen, Themen aktiv besetzt werden. „Wir brauchen mehr Kampagnenfähigkeit.“ Aber auch klarerer Organisationsstrukturen seien von Nöten.

Zu diesem Kommunikationskonzept gehöre laut de Vries als wichtiger Baustein ein direkter Kommunikationsweg zu allen Mitgliedern. Darüber hinaus sei aber auch die interne Mitarbeitenden-Kommunikation verbesserungswürdig. „Hier läuft manches zu häufig zufällig.“