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Bild: Jens Schulze

Einbringung und Beschluss des Haushaltsplanes 2011/2012 der Landeskirche

Bericht 23. November 2010
Krämer
Dr. Rolf Krämer, Juristischer Vizepräsident im Landeskirchenamt.

Am Vormittag des zweiten Sitzungstages, 24.11.2010, stellte der Juristische Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Dr. Rolf Krämer, den Entwurf des ersten doppischen Haushaltes der Landeskirche für die Haushaltsjahre 2011 und 2012 vor.

Mit der guten Nachricht, dass die Haushaltsentwicklung erfreulich sei, eröffnete Krämer seine Rede: „Nach den gegenwärtigen Hochrechnungen werden wir in diesem Jahr ein Haushaltsplus von gut 20 Millionen Euro verbuchen.“ Entgegen der prognostizierten steigenden Arbeitslosigkeit und der für 2010 erwarteten Steuereinbrüche, führten Lohnerhöhungen und die sinkende Arbeitslosigkeit zu einer steigenden gesamtwirtschaftlichen Lohnsumme, was sich positiv auf die Kirchensteuerentwicklung auswirke und „unsere Finanzkraft stärkt“, erläuterte Krämer.

Das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes, Zielvorgabe des Aktenstücks Nr. 98 der 23. Landessynode, sei erreicht: „Wir haben heute unsere finanzielle Bewegungsfreiheit wiedergewonnen und können so unbelastet an die Strukturveränderungen der nächsten Jahre herangehen“.
Das war „ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt“, freute sich der für Finanzen verantwortliche Vizepräsident.
Dass dies gelingen konnte, sei dem Verdienst von vielen zu verdanken – in den Kirchengemeinden, Gremien und Ämtern. „Großer Dank gilt auch unseren Kirchensteuerzahlenden sowie Spendern und Spenderinnen“, betonte Krämer.

„Was wir uns leisten, das können wir uns leisten“, so Krämer. Um dieser Aussage weiterhin treu bleiben zu können, muss die Landeskirche jedoch auf Konsolidierungskurs bleiben. Deswegen gelte es, wachsam zu bleiben und schnell zu reagieren, wenn die nächste finanzielle Talfahrt anstehen sollte.

Mit dem von Dr. Rolf Krämer vorgestellten Entwurf des doppischen Haushaltsplanes liegt nach 150 Jahren kameralistischer Rechnungsführung und Haushaltsplanung der erste doppische Haushalt der Landeskirche vor. Durch diesen neuen Haushaltsplan werden zusätzliche Informationen kommuniziert, „die das finanzielle Geschehen in der Landeskirche transparenter abbilden und die synodale Finanzsteuerung effektiver machen“, hob Krämer hervor.

Nachtrag: Beschluss am 26.11.2010
Der vorliegende Haushaltsplan wurde zum Ende der Synodentagung am 26.11.2010 im Wesentlichen um zwei Punkte ergänzt und dann beschlossen:

Die Evangelische Zeitung erhält eine Aufstockung um 60.000 EUR pro Jahr in 2011 und 2012 und für die Untersuchung eines alternativen gemeinsamen Standortes der landeskirchlichen Bibliotheken werden in 2011 50.000 EUR eingestellt.
Das Haushaltsvolumen für 2011 beträgt somit 495.611.800,- EUR und für 2012 496.603.900,- EUR.