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Bild: Jens Schulze

Bericht Bischofsvikar: "Ich bin gern lutherisch" - Gesamtüberblick

Bericht 24. November 2010
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Bischofsvikar Hans-Hermann Jantzen, Landessuperintendent im Sprengel Lüneburg 

Hans-Hermann Jantzen, Bischofsvikar der hannoverschen Landeskirche und Landessuperintendent im Sprengel Lüneburg, hat vor der in Hannover tagenden Synode am 25.11.2010 seinen Bericht gehalten und sich dabei dazu bekannt, gern lutherisch zu sein. Für ihn bedeute dies: „Ein realistisches Welt- und Menschenbild, getragen von einem tiefen Gottvertrauen, einmündend in den Mut zu verantwortlichem Handeln. Das ist für mich ein herausragendes Kennzeichen lutherischen Glaubens. Darum bin ich gern lutherisch.“

Für Jantzen, der seit dem Rücktritt von Landesbischöfin Margot Käßmann im Februar des Jahres als Bischofsvikar der größten deutschen Landeskirche vorsteht, heißt dies: Glaube und Politik lassen sich nicht sauber trennen. „Beten und arbeiten, Gottesdienst feiern und sich in die Politik einmischen: Nach dieser alten benediktinischen Regel hat auch der Augustinermönch Martin Luther gelebt. ‚Ich habe heute viel zu tun, da muss ich viel beten‘, hat er uns ins Stammbuch geschrieben,“ so Jantzen.

Neben dem Thema Bildung nahm der leitende Geistliche daher auch Stellung zu gesellschaftlichen Konfliktthemen wie Kernenergie, Rechtsextremismus und Abschiebungen.

Zum Abschluss sagte Jantzen, der vor wenigen Wochen 65 Jahre alt geworden ist: „Dies war nun definitiv mein letzter Bericht. Die Weichen für die Bischofswahl während dieser Synode sind gestellt. Am 1. April trete ich meinen Ruhestand an.“ Lust und Last, beides würde für ihn die Zeit als Bischofsvikar kennzeichnen. Aber die Lust sei noch da. „In diesem Sinne freue ich mich auf die letzten vier Monate!“

Die Landessynode dankte Bischofsvikar Hans-Hermann Jantzen mit lang anhaltendem, stehenden Applaus.