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Bild: Jens Schulze

Zukunft der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen

Bericht 04. Juni 2010
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Dr. Fritz Hasselhorn (Sulingen)

Der Bericht der Konföderationssynode vom 13. März 2010 (Aktenstück 27F) verdeutlicht die inzwischen veränderte Situation: Der Ratsvorsitzende der Konföderation, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Braunschweig/Wolfenbüttel), hatte im März die Synoden der fünf konföderierten Landeskirchen gebeten, in einen ergebnisoffenen Beratungsprozess über die gemeinsame Zukunft einzutreten. Dazu möge jede Landeskirche drei Mitglieder entsenden, die sich bis März 2012, spätestens Oktober 2012 beraten sollen.

Der Synodale Dr. Fritz Hasselhorn brachte am letzten Tagungstag, Samstag, 5. Juni, den Bericht des Ausschusses für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit zu den Auswirkungen der Kündigung des Konföderationsvertrages ein (Aktenstück 38D).
Dabei verwies er auf die Geschichte von den „Bremer Stadtmusikanten“ und sieht die Evangelisch- lutherische Landeskirche Hannovers als den Esel der Konföderation. Er trage geduldig die größten Lasten und sei größer als Hund, Katze und Hahn. Er denkt sich noch einen Sperling dazu, damit alle fünf Landeskirchen berücksichtigt seien: Braunschweig, Hannover, Oldenburg, Schaumburg-Lippe und die Evangelisch-reformierte Kirche.
Hasselhorn meinte, der Esel in der Erzählung der Gebrüder Grimm rief jedem einzelnen zu: „Geh doch mit uns nach Bremen!“ Heute würden wir in unserer Situation sagen: „Geh doch mit uns zu den Gesprächen über die Zukunft der evangelischen Kirchen in Niedersachsen - etwas Besseres als die Konföderation findest Du überall!“ Hasselhorn malte seinen Vergleich des beginnenden Beratungsprozesses mit der Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten weiter aus und sagte: „Das Märchen endet damit, dass die Tiere gemeinsam das Haus im Wald bewohnen. Ich wünsche mir, dass wir irgendwann ein gemeinsames evangelisches Haus in Niedersachsen bewohnen, auch wenn wir heute am Beginn des Weges die Hausordnung noch nicht mitbringen.“

Die Landessynode begrüßte einstimmig, in diesen Beratungsprozess einzutreten. Der Geschäftsführer des Kirchensenates, Landeskirchenamtspräsident Burkhard Guntau, hat zwei Personen benannt, die mit ihm zusammen an diesen Beratungen teilnehmen werden: Gerhard Tödter (Deutsch Evern) als Vorsitzender des Finanzausschusses sowie Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy (Stade).