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Bild: Jens Schulze

Anspiel: Aus Philipp Schwarzerd wird der Gelehrte Melanchthon

Bericht 02. Juni 2010
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Mit einem Probenausschnitt ihres aktuellen Melanchthons-Stückes führten die Schauspieler Johanna und Martin Kunze gemeinsam mit einem jungen Kollegen in die Kindheit und Jugend des Reformators Philipp Melanchthon ein.

Melanchthon, an dessen 450. Todestag die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Rahmen der Lutherdekade auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 in diesem Jahr erinnert, war neben Martin Luther der bedeutendste Wittenberger Reformator. Sein Ziel war gute Bildung für alle.

Die Schauspieltruppe um Kunze ließ zu Beginn der Sitzung am Donnerstag mit wenigen Requisiten die Zeit um 1500 lebendig werden, in der der junge Philipp in der württembergischen Stadt Bretten aufwuchs. Der hochbegabte Junge lernte schon früh die antiken Sprachen Latein und Griechisch und verschrieb sich frühzeitig, gefördert durch seinen Lehrer Johannes Reuchlin, den Idealen des Humanismus.

„Zurück zu den Quellen“, also zurück zu den antiken Philosophen, ihren Sprachen und Ideen, war das Motto der Humanisten. Um als humanistischer Gelehrter erkannt und anerkannt zu sein, kam es in Mode, den eigenen deutschen Namen ins Griechische zu übersetzen. So wurde aus Philipp Schwarzerd am Ende seiner humanistischen Ausbildung Philipp Melanchthon.
Ein Gelehrter, an dessen Einsatz für Bildung die EKD mit einem Jahr der Bildung 2010 erinnert.

Die hannoversche Landessynode setzt sich am heutigen Donnerstag unter dem Titel „Bildung schafft Anschluss – evangelische Bildung zur Bildungsgerechtigkeit“ eingehend mit diesem Thema auseinander.