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Bild: Jens Schulze

Abschied Käßmann: Rückblick mit großer Dankbarkeit

Bericht 01. Juni 2010

Rückblick auf elf kreative, arbeits- und ereignisreiche Jahre

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Synodenpräsident Jürgen Schneider dankt Landesbischöfin a.D. Dr. Margot Käßmann

Nach seiner Abschiedsrede überreichte Synodenpräsident Schneider unter minutenlangem Beifall der stehenden Synodalen an Dr. Margot Käßmann einen Blumenstrauß.

Käßmann dankte abschließend der Landessynode für den Vertrauensvorschuss bei der Wahl vor elf Jahren und das Vertrauen in den Jahren des gemeinsamen Dienstes. Im Hinblick auf ihren Rücktritt unterstrich Käßmann: „Natürlich bin ich auch traurig. In der Tat war ich mit Leib und Seele Bischöfin dieser Landeskirche. Das war – abgesehen von meinen vier Töchtern – geradezu Lebensinhalt.“

Für sie persönlich sei dieser Umbruch auch eine Belastung. „Auf jeden Fall habe ich gern meine Kraft in diese Zeit gegeben, mit Liebe und Leidenschaft für diese Kirche und mein Amt in ihr. Jetzt ist es offensichtlich Zeit, weiterzugehen.“

Die Initiative der Mitarbeitervertretung mvv, Käßmann erneut zur Bischöfin wählen zu lassen, sei für Käßmann überraschend gewesen. Sie dankte der mvv herzlich für dieses „sehr persönliche, ja sehr anrührende Zeichen von Wertschätzung, Vertrauen und Zuneigung.“ Nach einigem Nachdenken sei ihr aber deutlich geworden: „Das würde nicht gut gehen. Du kannst nicht in ein Amt zurückkehren, von dem du selbst zurückgetreten bist. Und du kannst nicht wieder-holen, was war. Die hannoversche Landeskirche und ich als ihre Bischöfin hatten elf gute Jahre miteinander. Da war viel Segen spürbar, erfahrbar.“

Käßmann hofft, dass diese Zeit auch für die Landeskirche eine gesegnete Zeit mit vielen neuen Wegen, mit Zuversicht in allen Umbrüchen gewesen sei. „Ich blicke jedenfalls dankbar zurück und ohne Angst nach vorn“, betonte sie. Käßmann dankte auch dem Kirchensenat, dem Kollegium, dem Bischofsrat, allen Mitarbeitenden im Landeskirchenamt und im Haus kirchlicher Dienste für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Besonders bedankte sich Käßmann bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Bischofskanzlei, die die schönsten Stunden mit ihr geteilt und am 24. Februar mit ihr geweint hätten. Zu diesem Team könne sie dem Nachfolger oder der Nachfolgerin im Amt nur gratulieren.

Ihre Abschiedsrede vor der Landessynode beendete Käßmann mit einem Wunsch: „Es ist gerade für eine so große Landeskirche wichtig, das Ganze im Blick zu behalten und nicht nur das Partikulare zu sehen und zu vertreten. Hier liegt für die Landessynode eine besondere Verantwortung. Dafür wünsche ich Ihnen und Euch Kraft, Weitblick und Gottes reichen Segen.“

Begleitet wurde die Verabschiedung von einem breiten Medienaufgebot von Kamerateams und Journalisten.