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Bild: Jens Schulze

Juden und Christen als Thema der Synode

Bericht 23. November 2005

Die Landessynode hat jetzt ihre vor zehn Jahren beschlossene Erklärung „Kirche und Judentum“ bekräftigt. Die 1995 verabschiedete Erklärung sei ein bemerkenswertes Fundament für weitere Beratungen zum Thema, so Wolfgang Raupach.

In ihrem Eingangsstatement betonte Landessuperintendentin Odda-Gebbine Holze-Stäblein, dass eine „neue Israelvergessenheit“ verhängnisvoll wäre. Dabei stellte sie die Gemeinsamkeiten zwischen christlichem und jüdischem Gottesdienst heraus. Es sei derselbe eine Gott in beiden Religionen und die Psalmen des Alten Testaments würden in den Kirchen gebetet. Mit Dank und Respekt sehe die Kirche, „dass unser Glaube im Glauben Israels verwurzelt“ sei. Allerdings lebe der Dialog mit Juden auch davon, „dass Unterschiede benannt werden“, so Holze-Stäblein weiter. „Jesus eint uns; Jesus Christus trennt uns.“ Für die weitere Beschäftigung mit dem Verhältnis von Juden und Christen prägte sie die Formel „Erinnerung braucht Zukunft.“

Wolfgang Raupach nahm in seinem Votum vor der Synode inhaltlichen Bezug zur Erklärung von 1995. Dort seien entscheidende Grundlagen für das weitere Gespräch innerhalb und außerhalb der Kirche gelegt worden.

Am 29. November 1995 hatte die damals 21. Landessynode, erstmals in der hannoverschen Landeskirche, eine Erklärung zu „Kirche und Judentum“ abgegeben.