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Bild: Jens Schulze

Bischöfin für Schutz des ersten Advent

Bericht 23. November 2005

Für einen Schritt in die falsche Richtung hält Landesbischöfin Margot Käßmann, „dass nun gerade am ersten Adventssonntag vielerorts die Geschäfte geöffnet werden“, wie es in diesem Jahr in Hannover und Hildesheim der Fall sei.
Wenn selbst am Sonntag keine Ruhe mehr einkehre und Besinnung ein Fremdwort bliebe, dann sei bald vergessen, was im Advent gefeiert würde. „Das zerstört nicht nur christliche Traditionen, sondern wird langfristig auch dem Einzelhandel schaden. Ohne Inhalt geht auch der Umsatz verloren.“

Daher rief die Bischöfin in ihrem Bericht vor der Landessynode dazu auf, den ersten Advent zu schützen. „Einkaufen muss an diesem Tag nicht sein.“ Sie trete entschieden für die Sonntagsheiligung ein. Dazu gehörten der Respekt vor christlichen Traditionen und die Einhaltung von Festen und Feiern. Der Rhythmus des Lebens trüge dazu bei, die Wurzeln des christlichen Glaubens wieder bewusst zu machen. Aus diesem Grund habe sie sich auch gegen die geplante Tagung der Landessynode an einem Sonntag gewandt.

Erfreut zeigte sich Käßmann über die bundesweit laufende Kampagne „Advent ist im Dezember“. Die Vernetzung mit dem nordelbischen „Der andere Advent“ hob sie positiv hervor.