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Bild: Jens Schulze

Synodenwort zur Kernenergienutzung und Endlagerstandortsuche

Bericht 26. November 2009
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Christa Dierks aus Göhrde

Die Landessynode hat bei ihrer Tagung am Freitag, 27. November 2009 mehrheitlich ein Wort zur weiteren Kernenergienutzung und Endlagerstandortsuche verabschiedet. In dem Bericht, eingebracht von Christa Dierks (Göhrde) aus dem Umwelt- und Bauausschuss, bedauern die Synodalen, dass die neue Bundesregierung die Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängern und den Salzstock in Gorleben alternativlos weiter erkunden will.

Die Landessynode hält die Atomtechnologie für zu risikoreich und akzeptiert sie auch nicht als Brückentechnologie, zumal es für den bereits jetzt angefallenen radioaktiven Abfall keine sichere Entsorgung gibt.

Eine weitere Erkundung des Salzstockes Gorleben hält die Synode für nicht verantwortbar, weil es keine transparenten Sicherheitskriterien gibt, alternative Standorte nicht in den Blick genommen werden und Bürger nicht auf breiter Basis beteiligt wurden.

Diese - international vielfach bei Fachleuten anerkannten - Kriterien unterstrich in der Debatte der geistliche Vizepräsident im Landeskirchenamt, Arend de Vries.

Die Landessynode schließt sich dem Beschluss des Kirchenkreistages Lüchow-Dannenberg vom 3. November 2009 an. Sie empfände eine Enteignung von Land aus Kirchen- und Kapellengemeindebesitz mit den dazu gehörenden Salzrechten als „außerordentlich belastend“.

Vor der Abstimmung hatte einige Synodale Bedenken angemeldet, ob konkret die Bundesregierung und der Koaltionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP im Beschluss benannt werden sollten.
Veränderungen im Text wurden letztlich verworfen.