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Bild: Jens Schulze

LSA-Bericht: Evangelische Schulen auf gutem Weg

Bericht 23. November 2009
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Superintendent Michael Thiel aus Gifhorn (Foto: J. Schulze)

Die Entwicklung von Schulen in evangelischer Trägerschaft wird allgemein begrüßt. Es zeigt sich jedoch, dass Gründungs- und Übernahmeverhandlungen jeweils individuell mit Zeit und Kreativität zu führen sind – auch das Scheitern ist nicht ausgeschlossen.

Angesichts der Bdeutung des Themas möchten LSA und Synode stärker über die Entscheidungswege informiert werden. Auch sei eine ausgewogene Verteilung von Schulen in der Landeskirche nötig.

Evangelische Schulen dürften nicht als "Großversuch" angesehen werden. Sie müssten langfristig angelegt sein, nicht als „Eintagsfliege, sondern in der Tradition der Reformation ist das Thema Bildung verlässlich zu stärken“.

Aber auch andere Bildungsangebote für Kinder sowie die Erwachsenenbildung seien nicht aus den Augen zu verlieren.


Zu berücksichtigen sind aus Perspektive des LSA folgende sechs Punkte:

1. Der LSA ist fortlaufend über die Entwicklung bei der Übernahme weiterer Schulen in kirchliche Trägerschaft zu informieren. Eine ausgewogene Verteilung im Gebiet der hannoverschen Landeskirche muss erkennbar werden.

2. Bei allen zukünftigen Schulübernahmen werden vorher Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellt und etwaige Folgekosten für die hanoversche Landeskirche ermittelt.

3. Nach Haushaltslage wird jeweils ein Festbetrag eingestellt, der in einmalige Investitionsmittel und eine fortlaufende Finanzierung zu splitten und zu beurteilen ist.

4. Die eingestellten Haushaltsmittel werden vom LSA auf Vorschlag des LKA im Bedarfsfall freigegeben.

5. Über bereitgestellte landeskirchliche Haushaltsmittel hinaus sind keine zusätzlichen Schulgründungen möglich.

6. Bei der Berechnung des Schulgeldes soll sich das evangelische Profil auch darin äußern, dass alle gesellschaftlichen Gruppen Zugang zur Schule haben.