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Bild: Jens Schulze

"Gottes Uhren ticken anders" - Eröffnungsgottesdienst der Landessynode

Bericht 25. November 2008
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„Wo bleibt der neue Himmel und die neue Erde?“ zitierte Hans-Hermann Jantzen im Eröffnungsgottesdienst zur III. Tagung der 24. Landessynode ein Lebensgefühl vieler Zeitgenossen. Grundlage der Predigt des Landessuperintendenten für den Sprengel Lüneburg in der Kirche der Henriettenstiftung in Hannover waren Verse aus dem 3. Kapitel des 2. Petrusbriefes. Es mache keinen Sinn, von Gott in menschlichen Zeitmaßen zu reden, sagte Jantzen: „Gottes Uhren ticken anders“.

Dass der neue Himmel und die neue Erde noch nicht realisiert sind, sei ein Zeichen der Geduld Gottes, „geschenkte Zeit“. Die Hoffnung auf den neuen Himmel und die neue Erde relativierten auch die Vorgaben des so genannten Aktenstückes 98, das Einsparungsmaßnahmen bis 2020 darstellt, sagte Jantzen mit einem Augenzwinkern. Die Botschaft des 2. Petrusbriefes ermutige zu Gelassenheit. Die Welt im Licht der Verheißung zu sehen, bedeute eine Befreiung.

Mit dem Gottesdienst begann am Mittwoch die III. Tagung der 24. Landessynode. 75 Synodale aus den sechs Sprengeln der Landeskirche beraten drei Tage lang in der Henriettenstiftung Hannover. Ein Schwerpunkt der Tagung ist die Verabschiedung des Haushaltsplanes für die Jahre 2009 und 2010.