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Bild: Jens Schulze

Diakonie-Büro wechselt ins Diakonische Werk

Bericht 25. November 2008

Präsident Burkhard Guntau berichtet zur künftigen Entwicklung des Landeskirchenamtes

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Das Diakonie-Büro des Landeskirchenamtes (LKA) wird künftig in das Diakonische Werk (DW) verlegt, der zum neuen DW-Direktor ernannte Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Künkel bleibt Mitglied des Kollegs. Das sagte Präsident Burkhard Guntau in seinem Bericht zur „Umsetzung des Planungskonzeptes für die künftige Entwicklung des LKA“. „Es müsse zusammenwachsen, was zusammengehört“, sagte Guntau und verwies anhand dieser Personalunion auf die Einsparvorgaben der Landessynode.

Weiteres Einsparpotential sieht das Landeskirchenamt dem Bericht zufolge nur bei Aufgaben, die „nicht zu den rechtlich zwingenden Aufgaben“ gehören. Eine Schwerpunktsetzung sowie eine Umgestaltung der Arbeitsweisen seien nötig. Nicht immer sei die Zuordnung der Aufgaben zwischen den Büros, Referaten und Dezernaten klar, zitiert der Bericht eine Stellungnahme von Ministerialdirigent Wolfgang Göke, den das Landeskirchenamt als externen Berater um eine Plausibilitätsprüfung des Planungskonzepts gebeten.

Ein Schwerpunkt liegt demgemäß bei einer Aufgabenkritik. Zu den „operativen Zielen“ zählt der Bericht unter anderem: mehr betriebswirtschaftliche Orientierung, Vorgabe von Zielen statt detaillierter Ablaufprozeduren, Abbau von Genehmigungsvorbehalten, Aufbau von Controlling-Strukturen, Delegation von Zuständigkeiten, vermehrte Inanspruchnahme externen Sachverstandes. Zunächst seien die Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes an Hand eines Fragebogens um Vorschläge zur Aufgabenkritik gebeten worden. Insgesamt gab es 216 Vorschläge – unter anderem zu Wegfall, Abgabe oder Auslagerung von Aufgaben.

Nach den Einsparungsvorgaben im so genannten Aktenstück 98 hat das Landeskirchenamt die Personalkosten im Zeitraum 2004 bis 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Das entspricht dem Kostenumfang von 70,5 Personalstellen.