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Bild: Jens Schulze

Hospizarbeit soll weiterentwickelt werden

Bericht 28. November 2002

Die Hospizarbeit sollte in der Landeskirche flächendeckend unterstützt und auch in Zukunft weiterentwickelt werden. Das ergibt sich aus dem Bericht des Diakonieausschusses betreffs „Bereitstellung angemessener Haushaltsmittel für die Hospizbegleitung und ambulante Palliativmedizin“.


Im Bereich der Landeskirche gebe es inzwischen 100 Hospizgruppen, erläuterte die Vorsitzende Doris Schmidtke, und erinnerte an bereits bestehende Maßnahmen zur Förderung der Hospizarbeit: es gibt einen landeskirchlichen Beauftragten, einen Ausbildungskurs des Gemeindekollegs in Celle, einen jährlich stattfindenden Hospiztag sowie Akademietagungen zum Thema. Für das Jahr 2003 sei die Gründung der „Hospizstiftung Niedersachsen – eine Initiative der Kirchen“ geplant, gab die Ausschussvorsitzende bekannt. Die hannoversche Landeskirche werde sich mit 50.000 Euro am Stiftungskapital in Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro beteiligen. Schließlich sollten den kirchlichen Hospizgruppen Anschubfinanzierungen für die Anstellung von HospizkoordinatorInnen zur Verfügung gestellt werden, sodass die Voraussetzungen für eine Refinanzierung durch die Krankenkassen erfüllt werden können.


„Die menschlichen Handlungsmöglichkeiten am Lebensanfang und Lebensende nehmen immer weiter zu“, begründet der Bericht das kirchliche Engagement. Angesichts der anhaltenden Diskussion über die aktive Sterbehilfe und die zunehmend positive Resonanz in der Gesellschaft „müssen die christlichen Kirchen im Bereich der Sterbebegleitung als einem ureigenen Handlungsfeld aktiv werden“.

Es gelte ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen und auch die schmerztherapeutische Begleitung sterbenskranker Menschen zu verbessern.