Zeit für Freiräume

Foto: Cordula Paul

Wozu das Jahr „Zeit für Freiräume“ alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kirche, aber auch darüber hinaus anregen möchte, beschreibt die Webseite www.freiraeume2019.de:  

Wozu ist das gut?

Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; auch in der Zeit des Pflügens und Erntens sollst du ruhen. 2. Mose 34,21

Landesbischof Ralf Meister über "Zeit für Freiräume":

"Ich glaube, dass mehr Zeit und Raum uns, unseren Gemeinden und unserer Kirche gut tun werden. Lassen Sie uns das Jahr 2019 nutzen, um uns auf Wesentliches zu besinnen. Das ist für mich eine geistliche Herausforderung. In diesem Jahr schauen wir aufmerksam und kritisch auf unser Tun als evangelische Kirche.

Aber wir schauen auch auf unseren Auftrag als Christinnen und Christen, die wir unser Leben aus der Beziehung zu Gott schöpfen. In diesem Jahr fragen wir, wie die Routinen unserer haupt- und ehrenamtlichen Arbeit ein Leben im Geist Jesu Christi fördern und anregen. Zugleich fragen wir auch, wo Routinen uns ermüden und die Arbeit erschweren."

Wie soll das gehen?

Wir erinnern an die biblische Tradition des Sabbats und an seine eigentliche Bestimmung. Der wöchentliche Ruhetag unterbricht unseren Lebensrhythmus „um des Menschen willen“ (Markus 2,23-28).

Sprechen Sie über dieses Thema - in Ihrer Einrichtung, in Gemeinde und Kirchenkreis. Überlegen Sie in Ihrem Team, mit Gruppen und Kreisen. Sammeln Sie Meinungen, Ideen und Wünsche dafür, wie Sie die Arbeit vielleicht anders und einfacher gestalten können. Wie können wir Routinen durchbrechen und Freiräume schaffen? Wagen Sie Experimente: Was wäre, wenn Sie etwas weglassen würden? Was wäre, wenn Sie einen Gottesdienst mal ganz anders feiern als sonst? Was wollten Sie schon immer einmal gerne tun, was wollten Sie längst unterlassen? Was können Sie begrenzen? Wohin kann dieser Freiraum Sie führen? Schon das offene Gespräch über eigene Freiräume ist ein wichtiger und sinnvoller Schritt. Es zeigt Belastungen und Nöte, es weckt Wünsche und Träume und führt zu neuen Bildern über die Zukunft unserer Kirche.