Kalenderblatt vom 25. September 2018

Losung

Der Herr sprach zu Jakob:/ Ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.

1.Mose 28,15

Lehrtext

Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs.

Hebräer 11,21

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 23. September 2018 bis Samstag, 29. September 2018

Wochenspruch

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Joh 5, 4c)

Feiertag

17. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Worauf verlassen wir uns? Auf uns selbst? Auf unser Glück? Auf andere Menschen? Auf Gott? In den Gottesdiensten sprechen wir ein Glaubensbekenntnis, bekennen wir unser Vertrauen auf Gott. Aber wie sehen die Konsequenzen aus? Ist es nur ein Lippenbekenntnis?
Der 17. Sonntag nach Trinitatis wirft die Frage nach dem Vertrauen auf Gott, nach dem Glauben auf. Da ist das Bekenntnis eine Propheten: „Gott ist meine Stärke“. Da erzählt der Evangelist von einer Frau, der Jesus bescheinigt: „Dein Glaube ist groß“. 

Thema

Sieghafter Glaube

Jes 49, 1-6

1 Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war.

 2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem Köcher verwahrt.

 3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will.

4 Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.

5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin vor dem HERRN wert geachtet und mein Gott ist meine Stärke –,

6 er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Andacht der Woche

Andacht zum Tag der Gehörlosen 2019

Mitten in der Menschenmenge: er sieht die anderen um sich herum, sie reden, sie rufen, sie streiten und lachen. Er kann sie nur leider nicht verstehen. Denn er ist taub. Freunde haben ihn mitgenommen, doch im Trubel der Ereignisse haben sie wieder mal vergessen, dass er ausgeschlossen bleibt, wenn sich niemand ihm direkt zuwendet, deutlich und langsam zu ihm spricht und mit den Händen zeigt, was er meint. Schmerzlich, so mitten drin und doch allein zu sein! Da kommt Jesus direkt auf ihn zu und nimmt ihn an die Seite. Endlich hat einer kapiert, was er braucht! Endlich nimmt sich einer Zeit und Raum für ihn. Und das ist nicht irgendeiner. Jesus sieht ihn an und berührt ihn, befreit ihn aus seiner Stille und hebt die Grenze zwischen ihm und den anderen auf. Ein neues Leben fängt an.
Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen – so beginnt der Wochenspruch für diese Woche aus 2.Tim 1. Für den Tauben aus dem Markusevangelium war die Begegnung mit Jesus sicher der erste Schritt in diese Richtung, ein Erlebnis wie eine Auferweckung. 
Doch die anderen Betroffenen mussten über Jahrhunderte oft vereinzelt und sprachlos in ihrer eigenen Welt bleiben. Wie sollte man mit einem tauben Kind oder Erwachsenen sprechen geschweige denn ihn heilen? Hörende dachten sich Zeichensysteme aus, die sich aber nicht durchsetzen konnten, denn sie entsprachen nicht dem Denken der Gehörlosen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts rief der Berliner Eduard von Fürstenberg, der selbst nicht hören konnte, die „Berliner Kirchenfeste“ ins Leben. Aus ganz Deutschland kamen taube Menschen in Berlin zusammen und erlebten: sie konnten mit anderen Gemeinschaft haben auch ohne zu hören!? Ihre Sprache, die Gebärdensprache, verbindet sie und ist endlich seit Beginn dieses Jahrtausends anerkannt und kann auch von Hörenden erlernt werden. Taubheit bedeutet nicht mehr Isolation und Sprachlosigkeit! Vereine entstanden überall in Deutschland und mit den Vereinen Gehörlosengemeinden. Zu ihnen gesellen sich auch Menschen, die mal gehört haben und ertaubt sind. Sie alle reden mit den Händen.


Am 22.9.2018, ist der diesjährige Tag der Gehörlosen. Einmal im Jahr lädt der Gehörlosenverband Niedersachsen ein zum großen Treffen mit Vorträgen und Diskussion, Info-Ständen zum Leben und zur Kultur gehörloser Menschen und zum Wiedersehen mit alten Bekannten. In diesem Jahr ist Lüneburg der Ort der Veranstaltung. Die Gebärdenkirche in Niedersachsen ist mit einem Stand dabei. 
 
 Pastorin Christiane Neukirch 


Biblischer Text : Markus 7, 31-37
Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. 
Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel;  danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich!  Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden. 
Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt. Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.
 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Susanne Bostelmann aus Hamburg

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Morgenandacht

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Durch diese Woche begleiten uns Hände - Menschenhände und Gotteshände. Was tun Hände - und wie wird von ihnen in der Bibel erzählt. Das sagt uns Anne Gidion.

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Wochenlied

Such, wer da will, ein ander Ziel (EG 346)

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